Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
250
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AHO Achthundert und erste dlncht.

und kannst nach langem Wachen wieder rubig schlafen; gelobt sey Gott, der dich erhalte»/Sie ging dierauf weg und holte ihre Tochter Scheins,'ab, welche ganz schamrothDja lisch ah grüßte; auch ihre Schwestern, welche mit ihr im Schlosse waren, kamen,um Djanschah zu grüßen und seine Hände zu küssen. Die Königin sagte dann zuDjanschab: ,Verzeihe meiner Tochter, was sie gegen deine Liebe verbrochen, denn sichat es unsertwillen gethan/ Djanschah stieß einen lauten Schrei aus und fiel inOhnmacht, und man mußte ihn lange mit Noscn- nnd MoschuS-Wasser bespritzen, biser wieder zu sich kam. Als er die Augen öffnete und Schein siah erblickte, sagte er:,Gelobt sey Gott, der mich an's Ziel meiner Wünsche geführt und die Flammen meinerSehnsucht gestillt hat/ Schemsiah sagte ihm hierauf: ,Du sollst für alle deineLeiden entschädigt werden doch erzähle mir erst, was dir seit meiner Abwesenheitwiderfahren, und wie du diesen Ort entdeckt, den selbst die meisten Genien nicht kennen,denn wir haben uns gegen alle Könige der Genien aufgelchnt und leben hier verborgen/Djanschah erzählte ihr Alles, was ihm zugestoßcn, vom Tage ihrer Flucht bis zuseiner Ankunft. Als er dabei auch des Krieges zwischen seinem Vater und dem KönigKefid erwähnte, sagte ihm die Königin: ,Nach einem Monate feiern wir SchemsiahsHochzeit nochmals, dann kannst du mit ihr in deine Hcimatb ziehen, und wir geben dirtausend unserer mächtigste» Genien mit, die auf deinen Befehl den König Kefid undseine ganze Armee vernichten werden; wir schicken dir dann jedes Jahr eine AbtheilungGenien, von denen ei» Einziger alle deine Feinde tödten kann. Wir geben dir aber/silbr die Königin fort, -unsre Tochter Schemsiah nur unter der Bedingung mit indein Land, daß du abwechselnd ein Jahr in deiner Hcimath und ein Jahr bei unszubringest/ Der König Schahlan setzte sich dann auf den Thron und befahl de»Großen deS Reichs, siebentägige Feste zu veranstalten und Alles zur Hochzeitsfcierlichkeitvorzubereiten. Nach einem Monat, als Alles zur Hochzeit bereit war, wurde Djanschahzu Schemsiah geführt, und er lebte einige Zeit mit ihr im schönsten Liebesranschc.Doch bald erinnerte er sich wieder seines Vaters und sagte zu Schemsiah: ,DeinVater ha« mir versprochen» dich mit mir in meine Heimath zurückzuschicken, daß wirabwechselnd ein Jahr dort und ein Jahr hier zubringen, bitte ihn nun um die Erfüllungseines Versprechens. Sobald der Abend hercinbrach, ging Schemsiah zu ihrem Vaterund trug ihm Djanschahs Bitte vor. Der König sagte: ,Jch füge mich gern inseinen Wille»; wartet nur bis zu Anfang des Monats, daß ich die Genien zu eurerBegleitung ausrüste/ Als die bestimmte Zeit vorüber war, befahl Schahlan seinenGenien, sich in den Dienst Djanschahs und Schemsiahs zu begeben, und ließ für