Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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224
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Siebenhundert und nier»»d»c»»zi;iste Nacht.

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Während sie so einander die Schmerzen der Trennung und Sehnsucht klagten,kamen auf einmal Boten, ,reiche Schemsiahs Ankunft meldeten, die ihre Schwieger-mutter zu begrüßen kam. Dja lisch ahs Mutter ging ihr entgegen, grüßte und umarmtesie, und begleitete sie wieder mit allen Frauen der Fürsten und Staatsoberhäupter in ibrZelt zurück und brachte zehn Tage in allerlei Festlichkeiten bei ihr zu. Der König, derauch so lange in seinem Zelte geblieben war, befahl nun den Truppen, in die Stadt zuziehen, und er ritt selbst an ihrer Spitze, von zahlreichem Gefolge umgeben. Die Stadlwurde beleuchtet und mij Atlas und andern Seidenstoffen, farbigem Tuche und sonstigemZierrath ausgcschmückt. Die Vornehmen des Reichs veranstalteten allerlei Feste, unddie Armen und Bedürftigen wurden reichlich gespeist.

Nach zehn Tagen schickte der König Tiphanus zn sachverständigen Baumeisternund Geometern und befahl ihnen, ein Schloß mitten in seinem Garten anzulegen. DieBaumeister entwarfen eine» Plan zur Erbauung des Schlosses, und als der Grundgelegt wurde, ließ Dja n sch ah eine weiße marmorne Säule herbeischaffen und befahlden Arbeitsleuten, sie wie eine Kiste auszuhöhlen. Als dies geschehen war, nahm ^er Schemsiahs Kleid und legte es in diese Säule, die er dann in den Grund

versenken und mit einem Gewölbe überbauen ließ. Sobald das Schloß vollendet war,ließ es der König ausmöbliren, und bald darauf wurde Djanschahs Hochzeit i,Gdiesem Schlosse gefeiert. Als aber Schemsiah das Schloß betrat, stieg ihr derGeruch ihres Kleides entgegen und leitete sie auf den Platz, wo es verborgen war. !Durch das Mißtrauen ihres Gatten gereizt, ging sie mit dem Gedanken um, sich desselben !wieder zu bemeistern. Aber sie mußte warten, bis die Hochzeitsgäste das Schloß

verließen und Djau sch ah in ihren Armen eingeschlafen war.

Gegen Mitternacht, als er in tiefen Schlaf versunken war, stand sie leise

auf, ging zur Säule hin, grub das Gewölbe auf, das darüber gebaut war, bis sie zurSäule gelaugte, in welcher das Kleid war; daun zerschnitt sie das Blei, das

! darüber gegossen war, nahm das Kleid heraus, zog es an und flog auf die Terrasse

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des Schlosses; von hier aus rief sie ihren Leuten zu, sie möchten Dja lischah wecke»,damit sie Abschied von ihm nehme. Als Djanschah hcraustral und Schemsiahauf der Terrasse des Schlosses in ibrem Fcdernklcidc sitzen sah, sagte er: Mas hast d»gcthan'ch Sie antwortete: -O mein Geliebter, Freude meines Auges, bei Gott, ichliebe dich sehr und bin dir sehr gern hierher gefolgt; auch habe ich mich mit deinemVater und deiner Mutter gefreut; aber länger will ich doch nicht hier bleiben. Wenndu mich nun auch liebst, so folge mir zur Ciladelle von Edelsteinen? Sobald sie diese ^