220 S'irlienhliiidert und dreiundiieuiizijiste Nacht.
er ihr noch einmal Djanschah nnd nahm von Beiden Abschied. Schemsiab verab-schiedete sich hierauf von ihren beiden Schwestern und sagte ihnen: ,Gcht nun ineure Heimath zurück und erzählt zu Hause, was mir mit Djanschah begegnet/ Dannflog sie in einem fort von Morgens bis Abends, und Djanschah hielt sich fest aufihrem Nucken. Gegen Abend erblickte sie in der Ferne ein Thal mit vielen Bäumen,Früchten und Bächen; da sagte sic zu Djanschah: .Wir wollen uns ein wenig indiesem Thalc ergehen und diese Nacht darin ausruhen/ Djänschah erwiderte: ,Thue,was dir gut dünkt/ Sie ließ sich hierauf aus der Lust auf die Erde herunter,Djanschah stieg von ihrem Rücken ab und küßte sie zwischen die Augen; sie setzten sicheine Weile an das Ufer eines Flusses, dann gingen sie spazieren und aßen von denFrüchten des Thalcs, bis es Nacht ward; da legten sie sich unter einen Baum undschliefen die ganze Nacht. Des andern Morgens stand Scheinsiah auf und hießDjanschah wiederauf ihren Rücken steigen, und flog wieder in einem fort bis Mittag;da erkannte sie die Merkmale, die ihr Scheich Nasr vom Lande Kabul gegeben, undließ sich in eine schone, weite Wiese herab, wo viele Bäche flössen und viele Gazellen»mherhüpften. Als sie auf den Boden kam, stieg Djanschah ab und küßte sie zwischendie Augen. Da sagte Schein siah: ,Weißt du, mein Geliebter, welche Reise wir inzwei Tagen zurückgelegt?' Djanschah antwortete: ,Vei Gott, ich weiß es nicht!' -.Wir haben/ fuhr sie fort: ,eine Reise von dreißig Monaten gemacht/ Djanschahdankte Gott und setzte sich neben Schemsiah. Auf einmal, als sie so beisammen saßenund aßen und tranken und scherzten, kamen zwei Mameluken auf sie zu, von denen dereine zur, Zeit, wo Djanschah mit seinem Vater auf die Jagd gegangen war, diePferde gehalten hatte, während Djanschah den Nachen bestieg. Sie küßten DjanschahHände und Füße, als sie ihn erkannten, und sagten: ,Dcin Vater jagt hier in derNähe; wir wollen ihm schnell deine Ankunft melden/ Djanschah antwortete: .Thutdies; dann bringt Zelte herbei: wir wollen hier eine Woche ausrnhen, damit alleFürsten und Heerführer mir hierher entgegenkommen, und ich dann mit Pomp undGlanz meinen Einzug halte/
„Die beiden Mameluken bestiegen ihre Pferde und ritten zu Djanschahs Vater undsagten: -Gute Nachricht, o König der Zeit!' Als der König Tiphanus dies hörte,sagte er: -Wehe euch, bringt ihr mir etwa Botschaft von meinem Sohne Djanschah?'Die Mameluken antworteten: ,Ja wohl, dein Sohn Djanschah ist von seiner Reisezurückgekehrt; er i>t hier in der Nähe/ Der König verlor das Bewußtscyn bei diesenWorten. Als er wieder zu sich kam, freute er sich sehr, befahl seinem Viziere, jedem