Siebenhundert und einundneunzigste Nacht.
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Verlangen. Auf einmal kamen drei Tauben aus der Lust und ließen sich neben demTeiche nieder. Sie drehten sich nach allen Seiten um, und als sie Niemanden, wedereinen Menschen noch einen Genius, erblickten, entkleideten sie sich, stiegen in den Teichund spielten und scherzten mit einander. Als sie glänzend wie neugegossenes Silber imWasser umherschwammen, sagte die Aelteste zu den Andern: ,Wie wäre es, wenn Jemandin diesem Garten verborgen wäre/ Die Mittlere antwortete: ,Wo denkst du hi»?Seit der Zeit unsers Herrn Salomo ist weder ein Mensch, noch ein Genius indieses Schloß gekommen/ Hierauf sagte die Jüngste lachend: wenn Jemand im
Garten verborgen wäre, würde er gewiß mich rauben/ Dann scherzten sie wiederunter einander und schwammen im Teiche umher. Djanschah, der unter dem Baumehervor sie ungesehen beobachten konnte, wartete mit zitterndem Herzen, bis sie mittenim Teiche waren, recht weit von ihren Kleidern, dann sprang er hervor wie ein Blitzund nahm das Federnkleid der Jüngsten, welche Sch emsiah hieß. Als die Mädchensich umdrehten und Djanschah erblickten, tauchten sie vor Scham unter das Wasser;dann hoben sie nur den Kopf aus dem Wasser hervor, näherten sich dem Ufer undfragten ihn: ,Wie kommst du hierher und wer bist du, daß du Sch eins»'ahs Kleidernimmst?^ Djanschah antwortete: ,Kommt nur näher her zu mir, da will ich eucherzählen, wie es mir gegangen/
Hier bemerkte Sche.hersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie mit den Worten der Schlangenkönigin weiter: