Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
211
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Siebenhundert und neunzigste Ilacht. 21t

eine Welle mit einander; dann zogen sie ihre Federn aus und sprangen in den Teich,und siebe da! es waren drei Mädchen wie der Mond, dergleichen Dsanschah in derWelt noch nie gesehen hatte. Er wußte nicht, was er am meisten bewundern sollte, ihrblühendes Gesicht mit seinen regelmäßigen Züge», oder das Ebenmaß und die Grazieihres Wuchses. Nachdem sie eine Weile gebadet hatten, stiegen sie wieder an's Landund gingen im Garten spazieren. Dsanschah verlor fast den Verstand, als er sie inder Nähe sah; er lief ihnen nach und grüßte sie. Als sie seinen Gruß erwiderten,fragte er sie: ,Wer sepd ihr, meine Damen, und wo kommt ihr her?^ Da sagte dieJüngste unter ihnen: ,Wir kommen aus dem Reiche Gottes, um in diesem Garten einwenig spazieren zu gehen/ Dsanschah blieb eine Weile betroffen; dann sagte er:habe doch Mitleid mit mir und mit meinem Zustande, es sind mir schon gar zuviele Leiden im Leben zugestoßen/ Das Mädchen antwortete: ,Jch kann dir nichthelfen; geh deines Weges/ Dsanschah weinte heftig über diese Antwort, denn erwar schon in Liebe und Verlangen aufgelöst, und er sprach folgende Verse:

»Sie erschien mir im Garten im grünen Gewände mit aufgelöstem Gürtelund hcruntcrhängenden Haaren; ich frage sie nach ihrem Namen, und sie antwortet:

Ich bin Die, welche das Herz der Liebenden wie mit heißen Kohlen entzündet.

Da klage ich ihr die Qualen der Liebe, und sic antwortet: Du klagst einemFelsen, der nichts fühlt. Ich erwidere: Wäre auch dein Herz ein Felsen, hatnicht Gott Wasser aus einem Felsen entspringen lassen?"

Scheherfand schwieg, da der Tag nahe war; in der nächsten Nacht erzäbltc siemit Tamlicha's Worten weiter:

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