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IHß Siebenhundert und dreiundachtzigste Nacht.
Bulukia sah ein ungeheures Meer, halb süß und halb gesalzen, das von zwei hobenBergen ans Rubin umschlossen war. Auf diesen Bergen gingen Engel umher, die Gottlobten; Bulukia ging auf sie zu, grüßte sie und fragte sie, was das für ein Meerund für Berge wären. Sie erwiderten seine» Gruß und antworteten ihm: ,Du befindestdich hier unter dem Firmamcnte, und dieses Meer ist die Quelle aller Gewässer vonder Welt, und wir schöpfen aus diesem Wasserbehälter und vertheilen sowohl süßes, alsgesalzenes Wasser unter alle Meere, Seen und Flüsse bis zum Auferstehungstage.Diese zwei Berge aber hat Gott geschaffen, um das Wasser zusammenzuhalten/Bulukia fragte sie dann nach seinem Wege, und sie sagten ihm: Ms gibt keinenandern, als längs dieses Meeres/ Bulukia zog sein Fläschchen heraus, salbte sich dieFüße wieder und ging einen Tag und eine Nacht auf dem Meere. Da begegnete ihmein schöner Jüngling, den er grüßte und fragte, wo er hingehe. Der Jüngling sagte:Mein Freund, ich muß eilen, denn meine Gesellschaft, welche gleich folgen wird, darfmir nicht zuvorkommen/ Als der Jüngling weiter zog, sah Bulukia vier Engel, diewie ein Blitz über das Meer liefen; er stellte sich in den Weg und beschwor sie beidem Herrn, sie möchten ihm doch sagen, wie sie heißen und wo sie bingehen. Daantwortete der eine: ,Jch heiße Gabriel/ ein anderer: ,Jsrasil/ der dritte:Michael/ und der vierte: ,Asrail/ — Mott hat uns befohlen/ sagten sieeinstimmig, ,einen Drachen in die Hölle zu werfen, der schon tausend Städte verwüstetund alle ihre Bewohner aufgefressen hat/
„Bulukia zog dann wieder weiter, bis er an eine Insel kam; hier sah er eine»schönen Jüngling, dessen Angesicht wie ein Licht glänzte; er saß zwischen zwei Gräbernund weinte und seufzte. Bulukia näherte sich ihm und fragte ihn, wie er heiße, werer sey, was diese Gräber hier bedeuten und warum er so weine. Der Jüngling wendetesich zu Bulukia, weinte so heftig, daß alle seine Kleider durchnäßt wurden, und sagte:Meine Geschichte ist wunderbar und verdient wohl, daß du dich zu mir setzest, um sieanzuhören; doch zuerst sage mir, wer du bist und wie du hicrhergekommen. Bulukiaerzählte ihm Alles, vom Eröffnen der Kiste seines Vaters, in der das Buch lag, inwelchem von Mohammed geschrieben war, bis zu seinem Eintritte in die verschlossenePforte. Als er vollendet hatte, sagte der Jüngling: Mas ist Alles sehr unbedeutend;du hast noch nichts in deinem Leben gesehen. Wisse, o Bulukia, ich habe unzählbareWunder erlebt; ich habe den König Salomo zu seiner Zeit gesehen; setze dich nurzu mir, daß ich dir Alles erzähle, was mir im Leben widerfahre»; du wirst dann auchhören, warum ich hier bei diesen beiden Gräbern sitze/
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