Siebenhundert und neunundstebenzigste Nacht
„Vulukia wandelte auf der Insel umher bis Abends, dann bestieg er einen hohenBaum. Auf einmal fing das Meer zu toben an und cs kam ein großes Thier hervor, das solaut schrie, daß die ganze Insel wankte. Nach einer Weile kamen Löwen, Tiger, Wölfe,Panther und andere wilde Thiere herangesprungen, jedes mit einem Edelsteine in demVordcrfuße, der wie ein Licht glänzte; es waren ihrer so viele, daß nur Gott ihre Zahlkennt: die ganze Insel war davon angefiillt. Sie unterhielten sich mit einander bis derTag anbrach, dann verschwanden sie wieder. Bulukia, aus Furcht vor ihrer Wiederkehr,stieg nun in's zweite Meer, und ging Tag und Nacht, bis er an einen hohen Berg kam,unter welchem ein tiefes Thal lag, dessen Boden von Magnetstein war; hier stieg eran's Land und trocknete einige Fische in der Sonne. Als er aber am Ufer des Meeressie verzehren wollte, kam ein Tiger drohend auf ihn zu, als wollte er ihn verschlingen,da salbte er sich schnell die Füße und sprang in's dritte Meer.
„Die Nacht war sehr dunkel und stürmisch und er mußte lange umhertappen, bis erauf eine Insel kam, wo allerlei Obstbäume wuchsen. Er pflückte einige Früchte, aß sie,dankte Gott und ging dann auf der Insel spazieren, die ihm so gut gefiel, daß erzehn Tage darauf zubrachte; am elften salbte er seine Füße wieder und ging auf dasvierte Meer. Nach mehreren durchwanderten Tagen und Nächten kam er auf eine Insel,