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4 (1841)
Entstehung
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Siebenhundert und vierundstebenzigfte Nacht.

Es lebte in grauer Vorzeit ein griechischer Weiser, dessen Namen Daniel war;

seine Gelehrsamkeit war so groß, daß alle Gelehrten Griechenlands zu ihm wanderten,

um seine Weisheit zu vernehmen, und daß sein Wort allenthalben als höchste Autorität

galt. Dieser Mann hatte aber keinen Sohn und war sehr betrübt darüber. Eines

Abends ging er traurig und krank nach Hause, nahm fünf Blätter, die ihm noch übrig

geblieben von einem Buche, das er in's Meer hatte fallen lassen, verschloß sie in eine

Kiste und sagte seiner Frau:Wisse, daß meine Todesstunde nahe ist; ich werde diese

vergängliche Welt verlassen und in eine ewigdauernde übergehen. Gott weiß, ob du

nicht in gesegneten Umständen bist und nach meinem Tode einen Sohn gebärst; ist dies

der Fall, so nenne ihn Haseb Kerim Eddin (den Edlen im Glauben), gib ihm eine

gute Erziehung, und wenn er dich fragt: was ich ihm hinterlassen, so überreiche ihm

! diese fünf Blätter, und wenn er sie liest und versteht, so ist er der gelehrteste Manni. ,

lemer Zeit." Er nahm nach diesen Worten Abschied von ihr, seufzte tief, schöpfte noch! einmal Athem und schied aus der Welt. (Der erhabene Gott erbarme sich seiner!)Seine Familie und Stammgcnossen beweinten, wuschen und beerdigten ihn. Seine Frauaber gebar nach einiger Zeit einen hübschen Knaben, den sie Haseb nannte, wie ihrGatte es befohlen; als er zur Welt kam, ließ sie Sterndeuter kommen, um ibm seineZukunft zu prophezeien, und sie sagten ihr:Wisse, daß dein Sohn sehr lange lebenwird, wenn er einige Gefahren übersteht, die ihm in seiner Jugend zustoßen werden;er wird dann auch der Weiseste seiner Zeit werden." Die Astrologen gingen dann