140 ' Siebenhundert und stcbcnzigstc macht.
geschickt, die von mir etwas Schlechtes wollten, so daß ich sehr aufgebracht gegen siebin." Der Kaufmann ging ganz zornig zum König und erzählte ihm, wie sich seineVertrauten gegen die Frau benommen. Der König, der sie wegen ihrer Ehrlichkeit undZuverlässigkeit sehr liebte, ließ sie sogleich rufen; auch nach der Frau schickte er, damitsie erkläre, was die Männer verschuldet haben. Als die Frau erschien, sagte ihr derKönig: „Was hast du Schlechtes von meinen Vertranten gesehen?" Die Frau sagte:„O König, ich beschwöre dich bei dem allmächtigen Gotte, bei dem Herrn des Himmels,befiehl ihnen, das Gespräch zu wiederholen, das sie diese Nacht mit einander geführt."Auf den Befehl des Königs erzählten sie wieder einander die Geschichte ihrer Trennung.Da stand der König vom Throne auf, fiel über sie ber, umarmte sie und schrie: „BeiGott, ihr scpd meine Söbnc!" Hierauf nahm die Frau ihren Schleier vom Gesichteund rief: „Und ich, hei Gott, bin ihre Mutter!" So blieben sie denn beisammen und jlebten in Glück und Freude, bis sie der Tod erreichte. Gepriesen sey der, welcher den ^Diener rettet, der sich zu ihm wendet, und Den nie beschämt, der auf ihn seinVertrauen setzt.
Der Tag dämmerte bereits, als Schebersad diese Erzählung beendigte, weßhalbsie erst i» der nächsten Nacht eine andere mit folgenden Worten begann: