Sietniihunderl »nd achtundsechzigste Nacht.
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„Das sind die Christen, die uns verfolgen, wir entkommen ihnen nicht mehr, meinPferd ist so müde, daß es kaum mehr den Fuß aufheben kann, was fangen wir nunan?" Das Mädchen schrie ihn an: „Wehe dir! du zitterst und fürchtest dich und hastmir doch so viel von Gottes Macht erzählt und von der Hülfe, die er Denen reicht, dieihn anflchen? Komm, laß uns zu Gott beten, vielleicht beschützt er uns und steht unsmit seiner Huld bei." — „Du hast Recht," erwiderte der Jüngling, und sie beteten rechtinbrünstig zum Herrn. Indessen kamen die Heranrcitenden immer näher, und auf einmalhörte der Muselmann die Stimme seines als Märtyrer gestorbenen Bruders, welche ihmzurief: „Fürchte dich nicht, mein Bruder, die herannahenden Truppen sind Engel, dieder Herr euch sendet, um Zeugen euers Ehebündnisses zu scyn. Der Herr segnet euchund hat auch zum Lohne eurer Tugend und euers Vertrauens die Erde vor euchzusammengebogen, so daß ihr bei Sonnenaufgang auf dem Berge vor der StadtMedina anlangen werdet.
„Wenn du dann," fuhr der Märtyrer fort, „zu Omar, dem Sohne Chattabs,kommst, so grüße ihn von mir und sage ihm: Gott wird dich wegen deines Eifersfür den Islam belohnen." Als der Märtyrer so gesprochen hatte, erhoben die Engelihre Stimme und grüßten den Jüngling und seine Braut und sagten: „Gott hat euchim Himmel schon zweitausend Jahre, ehe er Adam geschaffen, miteinander verbunden."