^20 Siebenhundert und sechsundsechzigste Nacht.
Unrecht geschehen, das ich dem König klagen will." Da sagte der Pförtner: „Du kannstheute nicht zu ihm gelangen, der König hat einen besonder» Tag in der Woche dazubestimmt, alle Bittenden anzuhören; warte also, bis dieser Tag kömmt." Als derEinsiedler hörte, wie der König so abgeschlossen von seinem Volke lebe, dachte er: Wiekann dieser Mann ein Heiliger seyn? Doch wartete er bis der bestimmte Audienztagkam, den der Pförtner angezeigt hatte, dann ging er wieder vor das Schloß und fandan dem Thore viele Leute, welche warteten, bis sie vorgelassen wurden. Endlich kam einVizier mit einigen Dienern und Sklaven und ließ die Bittenden in's Schloß treten.Im Audienzsaale saß der König, von den Großen seines Reichs umgeben, und vor ihmstand der Vizier, der einen Bittenden nach dem andern ihm vorstellte. Als erblich dieReihe an den Einsiedler kam, sah ihn der König eine Weile an und sag:e dann:„Willkommen, Herr der Wolke! setze dich, bis ich mit den klebrigen zu Ende bin."
Schehersad unterbrach hier diese Erzählung; in der folgenden Nach« erzählte sieweiter: