HF Siebenhundert und vicrundsechzigstc Nncht.
Da der Mann kein Mißtrauen hegte, folgte er der Dienerin in's Hans, ohneirgend ein Nebel zu befürchten. Aber kaum hatte er sich niedergesetzt, verschloß dieDienerin die Hausthiire, und ihre Herrin kam aus ihrem Gemache, zog ihn zu sich
. H.
Mbl!.
MH
hinein und sagte: „Wie lange wünsche ich schon mit dir allein zu scyn! Mit welcherUngeduld erwartete ich diesen Augenblick! Sieh, das Zimmer ist beräuchert, das Essenist bereit, der Herr des Hauses kömmt heute Nacht nicht nach Hause, und ich liebe dichvon ganzem Herzen. Wie manche Könige und Große und Reiche haben schon um meineLiebe sich beworben; aber du bist der erste Mann, dem ich eine solche Gunst bezeige."Die Frau sprach noch Vieles in diesem Sinne, aber der Mann hob seinen Kopf nichtin die Höhe, weil er vor Gott sich scheute und seine schwere Strafe befürchtete. Als eraber kein Mittel sah, sie los zu werden, sagte er: „Ich habe eine Bitte an dich." —„Worin besteht sie?" — „Gib mir reines Wasser und laß mich damit auf der Terrassedeines Hauses waschen und Etwas verrichten, was ich dir jetzt nicht sagen kann." —„Das Haus ist groß und hat der verborgenen Winkel gar viele, sowie auch einNcinigungszimmer, du brauchst nicht auf die Terrasse zu gehen." — „Ich muß denhöchsten Platz im Hause besteigen." Da rief sie eine Dienerin und sagte ihr: „Gehmit dem Manne auf die Terrasse des Hauses und nimm ein Waschbecken voll Wasser