und
Siebenhundert
U-M
SPD
vierun-sechzigjte Nacht.
Das tugendhafte israelitische Chepaar.
Man erzählt ferner: Einst lebte unter den Söhnen Israels ein sehr tugendhafterund gottesfürchtiger Mann, der sein Herz allen weltlichen Dingen verschlossen hatte, auchseine treue Gattin theilte seine Frömmigkeit und seine Duldung. Sie ernährten sich langevon ihrer Hände Arbeit, flochten den ganzen Tag Fächer, Miickenwehrer und dergleichen,damit ging der Mann Abends auf die Straßen und Märkte, bis er sie verkaufte, undbrachte für das Geld Lebensmittel nach Hause. Als der Mann eines Tages nachvollendeter Arbeit in einer Straße umherging, wo er Käufer suchte, sah ihn die Fraueines vornehmen Weltmannes und fand ihn so schön und ehrwürdig, daß sie sichleidenschaftlich zu ihm hingezogen fühlte. Da ihr Mann gerade abwesend war, sagtesie zu ihrer Dienerin: „Kannst du vielleicht ein Mittel erfinden, den Mann, der davorübergeht, hereinzubringen und zu veranstalten, daß er unbemerkt die Nacht bei mirzubringe?" Die Dienerin ging zu ihm auf die Straße, rief ihm nach, sie wollte ihmEtwas abkaufen, und lockte ihn so bis zur Hausthüre. Dann sagte sie ihm: „Kommherein, setze dich auf die Bank hier, daß ich deine Maaren meiner Herrin zeige, damitsie aussuche, was sie zu kaufen wünscht."