11 ß Siebenhundert und dreiundsechzigste lllncht.
und rief nach dem Morgengcbete: „Mein Gott und mein Herr; der geheime Bundzwischen uns ist nun den Menschen bekannt, wie kann ich länger leben? Ich beschwöredich, nimm mir sogleich meine Seele!" Er verbeugte sich hierauf und fiel hin. Ich warteteeine Weile, als er aber den Kopf nicht mehr in die Höhe hob, schüttelte ich ihn, abervergebens, er war todt. (Gottes Erbarmen scy mit ihm 0 Da streckte ich seine Händeund seine Füße und sah sein lächelndes Gesicht, das ganz weiß und leuchtend wie derMond geworden. Dann kam ein Jüngling zur Thüre herein und sagte: „Friede scymit euch! Gott erhöhe euer» Lohn für das, was ihr unfern, Freunde Meimun erwiesen.Hier habt ihr ein Todtengewand, zieht es ihm an." Bei diesen Worten gab mir derJüngling zwei Kleider, wie ich dergleichen nie auf Erden gesehen; wir zogen sie ihman und beerdigten ihn an der Stelle, wo noch heute in trocknen Jahreli sowohl alsin andern Nothfällen gebetet wird.
Der Tag dämmerte bereits, als Schehersad diese Erzählung beendigte; sie beganndeßhalb erst in der nächsten Nacht mit folgender Geschichte: