Siebenhundert
dr ein n-fünfzigste Nacht.
Der kühne Diebstahl.
(§in Dieb, der aufrichtig Buße gcthan und wieder als ehrlicher Kaufmann einenLaden geöffnet hatte, schloß eines Abends seinen Laden und ging in sein Haus; dakam ein Dieb in der Gestalt und dem Aufzuge des Eigenthümers des Ladens, zogSchlüssel aus seiner Tasche heraus und ging zum Wächter des Bazars, um sein Lichtbei ihm anzuzünden; dann öffnete er den Laden und zündete noch ein anderes Lichtan, das er bei sich hatte. Als der Wächter an dem Laden vorüberging, fand erden Dieb da sitzen mit dem Nechnungsbuche in der Hand und an den Fingern zählend.Sobald der Morgenstern aufging, sagte der Dieb zum Wächter: «Hole mir einenTräger." Der Wächter holte einen Träger, und der Dieb gab ihm vier StückMaaren fortzutragen, schloß den Laden wieder, schenkte dem Wächter, der ihn fürden Eigenthümer des Ladens hielt, zwei Drachmen und ging hinter dem Träger her.Als des Morgens der Eigenthümer des Ladens in seinen Laden kam, dankte ihm derWächter noch einmal für die zwei Drachmen. Der Kaufmann wußte nicht, waser meinte, bis er Ln seinen Laden kam und die zwei Lichter noch brennend und