Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
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Siebenhundert und zwciundsünfzigste Nacht.

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beiden Enden durchlöchert sind. Durch diese Löcher wurden eiserne Stangen gezogenund durch heißes Blei befestigt, und so wurde das ganze Gebäude zusammengchalten,das hundert mekkanische Ellen oder fünfhundert gewöhnliche Ellen hoch ist. Die Altenbehaupten, in der westlichen Pyramide seyen dreißig Schatzkammern voll von denfeinsten Edelsteinen, Geld, wunderbaren Statuen, allerlei Instrumenten und feinenWaffen mit dem Wasser der Weisen bestrichen, das sie vor Rost bewahrt bis zum Tageder Auferstehung; auch findet sich darin allerlei Glaswerk, das man biegen kann, ohnedaß es zerbricht, und allerlei künstlich zusammengesetzte Arzneien. In der zweitenPyramide finden sich die Sagen der Priester auf Tafeln gegraben; jeder Priester hateine Tafel in der Hand, auf der seine Wunderwerke geschrieben sind. An den Wändensind Statuen wie Götzen, die allerlei Handarbeit verrichten, und über jede Pyramideist ein Schatzkämmerer und ein Wächter gesetzt, die sie bis auf ewige Zeiten bewachen.Sehr schön sind folgende Verse eines Dichters über die Pyramiden:

Betrachte die Pyramiden und lasse dich von ihnen belehren über dieTäuschung der Zeit. Könnten sie sprechen, sie würden dir sagen, wie die Zeitmit dem Frühem und dem Spätern verfahren."

Ein anderer Dichter sagt sehr passend:

Kein Gebäude unter dem Himmel gleicht an Festigkeit den PyramidenEgyptens, sie flößen der Zeit Ehrfurcht ein, während sonst Alles auf der Weltsich vor der Zeit fürchtet."

Ferner sagt ein Dichter:

O ihr, die ihr das Vergängliche zur Stütze wählet, wo sind die Erbauerder Pyramiden? Noch lebt ihr Werk lebendig fort, während sie selbst schonlängst zu nichts geworden."

Sch eh er fad beendigte hier diese Geschichte; in der nächsten Nacht erzählte sieFolgendes: