Siebenhundert und neunundvierzigfte Nacht. 07
Als sie diese Verse geschrieben hatte, trat der Lehrer wieder in's Zimmer und nahmplötzlich ihre Tafel, und als er gelesen hatte, was darauf stand, bemitleidete er dieLiebenden und schrieb noch folgende Verse hinzu:
„Erhöre deinen Geliebten, fürchte Niemanden, habe Mitleid mit dem vonLiebesgram Gepeinigten."
Nun trat zufällig der Eigcuthiimer der Sklavin in die Schule, und nahm die Tafelseiner Sklavin und las, was darauf geschrieben stand von der Hand des Jünglings,der Sklavin und des Lehrers; da schrieb auch er folgende Verse hinzu:
„Möge Gott euch nie trennen und eure Verleumder stets beschämen, auchcuern Lehrer segne er, weil er so nachsichtsvoll und thcilnchmcnd war."
Sodann ließ der Eigenthiimer der Sklavin den Khadi und Zeugen rufen, und denEhe-Contract zwischen dem Jüngling und der Sklavin schreiben; er ließ auch eine großeMahlzeit bereiten und überhäufte sie mit Geschenken, und sie lebten miteinander in Glück 'und Wohlstand, bis der jeder Lust ein Ende machende Tod sie trennte.
Schehersad schwieg, da der Tag nahe war; in der nächsten Nacht erzählte sie:
WM
MM