Siebenhundert und einundvierzigste Nacht.
er von meiner Seite auf und blieb sehr lange weg. Da folgte ich unbemerkt, um nachihm zu sehen; als ich an der Küche vorüberkam, fragte ich eine meiner Sklavinnennach ihm; sie zeigte mir ein kleines Kabine«: hier fand ich ihn in den Armen einer
Sklavin. Als ich dies sah, schwur ich einen heiligen Eid, auch einen Mann von derniedersten Klasse zu umarmen. Ich durchzog daher drei Tage lang alle Straßen der
Stadt, um einen solchen Mann zu finden; erst am vierten Tage begegnete ich dir, und
fand dich so erbärmlich und so schmutzig, daß ich meinem Eunuchen befahl, dichmitzunehmen. Was nun zwischen uns geschehen ist, war Gottes Beschluß. Nun istmein Eid gelöst, und ich werde dich nicht eher wieder rufen lassen, bis mein Mannsich wieder einer Sklavin nähert und mir untreu wird." Hierauf entließ sie mich,nachdem ich vierhundert Goldstücke aus ihrem Hause fortgetragen, von denen ich schoneinen großen Theil ausgegeben. Darum kam ich hierher und betete zu Gott» der Mannmöchte doch seine Sklavin wieder besuchen, damit ich seine Gattin wiedersehe." Als der
Emir der Pilger diese Geschichte hörte, ließ er den Angeklagten frei und erklärte ihn
für unschuldig in Gegenwart aller seiner Ankläger.