Siebenhundert und vierzigste Nacht.
Der Pilger erzählte weiter: „Ich wußte gar nicht, was dies zu bedeuten habe,und alle Leute hinter mir schrien: „Das ist nicht erlaubt von Gott, mit einem armenBettler, einem elenden Chaschischfresser, so umzugehen." Manche sagten zu den Eunuchen:„Habt doch Mitleid mit ihm, Gott wird sich auch eurer erbarmen, und laßt ihn dochlos!" Ich dachte bei mir selbst: Gewiß hat die Dame den Schmutz und Unrath, mitdem mein Esel beladen war, gerochen und will dafür mich bestrafen lassen. Was kannich thun? Es gibt keinen Schutz und keine Macht, als bei Gott, dem Erhabenen!
„Ich wurde nun von den Eunuchen mitgcschleppt, bis wir an die Pforte einesgroßen Hauses kamen. Da traten sie hinein und führten mich in einen großen Saalvon unbeschreiblicher Schönheit; er war rein ausgekehrt und frisch bespritzt, und mitkostbaren Matten und Polstern bedeckt. Die Gebieterin und ihr Gefolge zog an mirvorüber, und ich blieb allein mit den Eunuchen zurück und dachte: Man hat mich gewißherein gebracht, um mich hier mit dem Tode zu bestrafen, ohne daß Jemand nurmeinen Tod erfahre. Aber statt dessen führten mich die Eunuchen in das Badzimmer,welches an den Saal stieß, und drei Sklavinnen kamen, hießen mich sitzen, und dieEine rieb mir die Füße, die Andere wusch mir den Kopf und die Dritte trocknete michab. Als dies geschehen war, gaben sie mir einen Bündel Weißzeug und Kleider undhießen mich sie anzichen. Ich sagte: „Bei Gott! ich weiß nicht, wie man solche Kleideranzieht." Sie näherten sich mir lachend und kleideten mich an, bespritzten mich mit
Tausend und eine Nacht. lV.
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