Siebenhundert und drciunddreißigfte Illacht. ^
Geschichte dess Nebihuhn§ mit den Schildsiröten.
Einst lebte» Schildkröten auf einer sehr fruchtbare»/ mit vielen Bäumen bepflanztenInsel. Da flog eines Tages ein Rebhuhn vorbei, das wegen der großen Hitze einenkühlen Ruheplatz suchte, und ließ sich neben dem Neste der Schildkröten nieder. Als dieSchildkröten von ihrem Ausflnge zuriickkehrtcn und das Rebhuhn sahen, fanden sie esso ausgezeichnet schön, daß sie sich mit seiner Gesellschaft freuten und sagten: „Das istgewiß der Herr aller Vögel." Sie näherten sich ihm daher so freundlich, daß es jedenAbend, nachdem es de» Tag über auf der Insel umhcrgestreift war und Korn aufgelescnhatte, wieder zu ihnen zurüükehrte. Die Schildkröten gewannen es aber bald so lieb,daß cs ihnen schwer fiel, den ganzen Tag von ihm getrennt zu leben. Sie sagtendaher eine zur andern: „Wir müssen ein Mittel finden, das Rebhuhn ganz an uns zufesseln, daß wir auch am Tage uns an ihm ergötzen und nicht zu befürchten haben, daßcs einmal auf seinen Ausflügen sich an einen andern Vogel anschließe und uns ganzverlasse." Da sagte eine von den Schildkröten: „Ich will euch aus dieser Verlegenheitbelsen."
In der nächsten Nacht setzte Schehersad diese Erzählung mit des KönigsWorten fort: