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Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft : offenes Sendschreiben an Herrn Dr. Ernst Haeckel
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alle Bildungselemente, alle Beziehungsausdrücke tre-ten an den Auslaut der Wurzel an, nicht aber vor dieselbeoder in dieselbe (Ausnahmen, wie z. B. das Augment desindogermanischen Verbums, sind nur scheinbar, wasliier nicht genauer dargethan werden kann; über dasAugment vgl. z. B. Comp. d. vgl. Gr. d. iudog. Spr.§ 292, S. 567 [111.And. S. 738]). Bezeichnen wir einebeliebige Wurzel mit lt (radix), ein oder mehrere be-liebige Suffixe mit s, Braefixe mit p, Infixe mit i, sokönnen wir uns kürzer fassen, indem Avir sagen, dassdie Wortform der sämmtlichen genannten Sprachsip-pen durch die morphologische Formel Rs darstell-bar ist; für das Indogermanische lautet die Formelgenauer R x s; mit R x bezeichnen Avir nämlich eine be-liebige, zum Zwecke des Bezichungsausdruckes regel-mässig veränderbare (steigerungsfähige, potenzierbare)Wurzel, Avie z. B. Band, Bund, Bind-c; Flug,Flieg-e, flog; grabe, grub; riss, reissc; Z-2.m-ov,Zsin-co, li-lom-a u. s. f. Andere Sprachen zeigenmehr als eine Wortform, so kennt z. B. das Semi-tische die Wortformen IC, pR x , Il x s, pR x s u. s. f.Aber trotz dieses grossen Gegensatzes zum Indogermani-schen, der namentlich in der Form pR x (im Praefix-bau) ausgesprochen ist, stimmt doch das SemitischeAvieder darin mit seinem indogermanischen Nachbarüberein, dass beide die einzigen bekannten Sprachensind, denen mit Sicherheit die Wurzelform R x zu-kommt. Diese auffallenden Uebercinstiinmungen imBaue geographisch benachbarter Sprachsippen haltenAvir für NacliAvirkungen aus der Zeit des früheren undfrühesten Sprachlebens. Die Entstehungsherde solcher