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Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft : offenes Sendschreiben an Herrn Dr. Ernst Haeckel
Entstehung
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aber, aus dem sie bestunden und der Bedeutung nach,die sie ausdrückten, waren diese einfachsten Anfängeder Sprache bei verschiedenen Menschen verschieden;.dafür zeugt die Verschiedenheit der Sprachen, die ausjenen Anfängen sich entwickelt haben. Wir setzendeswegen eine unzählbare Menge von Ursprachen vor-aus, aber füralle statuieren wir eine und dieselbeForm.

Einiger Maassen entsprechend wird es sich wahr-scheinlich mit der Entstehung der pflanzlichen undthierischen Organismen verhalten; die einfache Zelleist wohl die gemeinsame Urform derselben, wie dieeinfache Wurzel die der Sprachen. Die einfachstenFormen des späteren Thier- und Ptlanzenlebens, dieZellen, sind wohl auch in einer gewissen Periode desLebens unseres Weltkörpers als in Menge entstandenvorauszusetzen, wie in der Welt der Sprachen die ein-fachen Bedeutungslaute. Diese anfänglichen, wederals Pflanzen noch als Tliiere anzusprechenden Formendes organischen Lebens bildeten sich später nach ver-schiedenen Richtungen hin weiter aus. Eben so dieWurzeln der Sprachen.

Da wir in historischer Zeit beobachten können, dassbei Menschen, die unter wesentlich gleichartigen Ver-hältnissen leben, die Sprachen sich im Munde aller sieredenden Individuen gleichmässig verändern, so nehmenwir demzufolge auch an, dass sich die Sprache bei völliggleichartigen Menschen auch gleichartig bildete. Denndie oben entwickelte Methode vom Bekannten aus aufdas Nichtbekannte zu schliessen, gestattet uns nicht,für die der unmittelbaren Beobachtung entrückte Vor-