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zu bezeichnen sagte man dha dha ma, aus welchemim späteren Lebensverlaufe der Sprache durch Ver-schmelzung der Elemente zu einem Ganzen und durchdie hinzutretende Veränderungsfähigkeit der Wurzelndhadhämi (altind. dadhämi, aitbaktr. dadhämi,griecli. ri&iifx i , althochdeutsch töm, tuom für te-tomi, neuhochdeutsch tliue) hervorgieng. In jenemältesten dha ruhten die verschiedenen grammatischenBeziehungen, die verbale und nominale sannnt ihrenModificationen noch ungeschieden und unentwickelt, wiesolches sich bis jetzt bei den Sprachen beobachtenlässt, die auf der Stufe einfachster Entwickelung stehengeblieben sind. Eben so, wie mit dem zufällig gewähltenBeispiele, verhält es sich aber mit allen Worten desIndogermanischen.
Dir und Deinen Collegen kann ich gleichnissweisedie Wurzeln als einfache Sprachzellen bezeichnen, beiwelchen für die Function als Nomen, Verbum u. s. f.noch keine besonderen Organe vorhanden sind und beidenen diese Functionen (die grammatischen Bezie-hungen) noch eben so wenig geschieden sind, als beieinzelligen Organismen oder im Keimbläschen höhererlebender Wesen Athmen und Verdauen. ! )
Für alle Sprachen nehmen wir also einen formellgleichen Ursprung an. Als der Mensch von den Laut-gebärden und Schallnachahmungen den Weg zu denBedeutungslauten gefunden hatte, waren diese ebennur Bedeutungslaute, einfache Lautformen ohne allegrammatische Beziehung. Dem Lautmateriale nach
') Vgl. K. Snell, dieSchöpfung des Menschen, Leipzig 1863, S.81flg.