wickelte, wie wir ja noch jetzt diese einfachste Formdes Lehens hei den auf der niedrigsten Entwickelungs-stufe stehen gebliebenen Organismen und im ersten Em-bryonalzustand auch der höheren Wesen finden. Dar-wins Buch, sagte ich, scheint mir in vollkommner Ueber-einstimmung mit den philosophischen Grundansichtenzu stehen, die man heute zu Tage mehr oder minderklar bewust und ausgesprochen bei den meisten natur-wissenschaftlichen Schriftstellern findet. Ich will das
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etwas weiter ausführen.
Die Richtung des Denkens der Neuzeit läuft un-verkennbar auf Monismus hinaus. Der Dualismus, fasseman ihn nun als Gegensatz von Geist und Natur,Inhalt und Form, Wesen und Erscheinung, oder wie manihn sonst bezeichnen mag, ist für die naturwissenschaft-liche Anschauung unserer Tage ein vollkommen überwun-dener Standpunkt. Für diese gibt es keine Materie ohneGeist (ohne die sie bestimmende Nothwendigkeit), abereben so wenig auch Geist ohne Materie. Oder vielmehres gibt weder Geist noch Materie im gewöhnlichen Sinn,sondern nur eines, das beides zugleich ist 1 ). Ein philoso-phisches System des Monismus fehlt zur Zeit noch, dochsieht man in der Entwickelungsgeschichte der neuerenPhilosophie deutlich das Ringen nach einem solchen. Esist übrigens nicht ausser Acht zn lassen, dass geradein Folge der jetzigen Art zu denken und die Dingezu betrachten der Gang der wissenschaftlichen Thätig-keit ein anderer geworden ist, als er früher war. Wäh-
b Diese auf Beobachtung beruhende Ansicht des Materialismus zubeschuldigen, ist eben so verkehrt, als wollte man sie des Spiritualis-mus zeihen.