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Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft : offenes Sendschreiben an Herrn Dr. Ernst Haeckel
Entstehung
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Willen des Menschen bestimmbar zu sein, entstunden,nach bestimmten Gesetzen wuchsen und sich entwickel-ten und wiederum altern und ahsterben; auch ihnenist jene Reihe von Erscheinungen eigen, die man unterdem NamenLehen * 1 zu verstehen pflegt. .Die Glottik,die Wissenschaft der Sprache, ist demnach eine Natur-wissenschaft; ihre Methode ist im Ganzen und Allgemei-nen dieselbe, wie die der übrigen Naturwissenschaften 1 ).So konnte mir denn auch das Studium des DarwinschenBuches, zu dem Du mich veranlasstest, nicht als mei-nem Fache allzu ferne liegend erscheinen.

Darwins Werk scheint mir durch die Geistes-richtung unserer Tage bedingt zu sein, abgesehen vonjener Stelle (S. 487 flg.), wo der Verfasser der be-kannten Beschränktheit seiner Landsleute in Glauheus-sachen das wenig folgerichtige Zugeständniss macht,dass sich mit seiner Ansicht dennoch der Begriff derSchöpfung vereinigen lasse. Diese Stelle lassen wirnatürlich im Folgenden völlig ausser Betracht; sie ent-hält einen Widerspruch Darwins mit sich seihst, mitdessen Darlegungen sich nur die Vorstellung allmäh-lichen Werdens der Naturorganismen, keineswegs aberdie einer Schöpfung aus nichts vereinigen lässt. Folge-richtig ergiebt sich aus Darwins Lehre als der gemein-same Anfang aller lebenden Organismen die einfacheZelle, aus welcher sich im Verlaufe sehr langer Zeit-räume die ganze Fülle der noch vorhandenen und derbereits wieder geschwundenen lebenden Wesen ent-

') Von der Philologie, einer historischen Disciplin, ist hier natür-lich nicht die Rede.

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