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nonne ganz und völlig den mystischen Schriften zu und bildet einwillkommenes seitenstück zu den Offenbarungen der Schwester Mecht-hild von Magdeburg (ed. Morel 1869.). Wer systematische theolo-gische erörterungen oder darstellungen sucht, dem werden freilichunsere blätter w'enig bieten: was wir finden, trägt ausschließlichdas gepriige nicht von vernunftspeculationen, sondern von gefühls-und plmntasieergüßen; so finden wir es' bei der Mechthild vonMagdeburg, so bei unserer nonne von Engelthal, letztere uns viel-leicht noch mehr menschlich nahe stehend, weil ihre erzählungennicht ins allgemeine verschwimmen, sondern auf greifbaren concretenVerhältnissen beruhen. Wir werden eingeführt in eines jener frauen-klöster, deren leben’uns Greith so trefflich geschildert hat, in einenkreiß von brennenden herzen und minnenden gnadesuchenden seelcu,von nonnen die, aus beginen hervorgegangen und mit dem geisteder mystik genährt, ihr sinnen und thun einzig und allein demtiefsten sichversenken in die geistige anschauung gottes und derbetrachtung und erfaßung seiner göttlichen gnadenwunder weihen,dahei in strengster Sittenreinheit leben und neben der anscliauendenauch die übende liebe nicht vergeben, auch den forderungen deraskese gemäß ruthe und dorn keinen tag versäumen. Ganz wie inUnterlinden, Adelhausen, Katharinenthal, Töß u. a. treten uns dienonnen in Engelthal entgegen: das hineindenken und sichverlierenin die wunder und gnaden gottes steigert sich zur vision und ek-stase, bald ist im ganzen convent nur eine einzige die nie entzücktward (2,27); die seelen der abgeschiedenen kommen zu den zurück-bleibenden Schwestern und künden ihnen von der herlichkeit deranschauung gottes; heilige wie Dominicus, Achacius, St. Martin,Johannes der täufer und die heil. Agnes besuchen die gläubigenSchwestern, ja Maria selbst in veiolfarbenem gewand und Christus,entweder als minnigliches kindlein mit einem grünen schapel in denlocken oder als mann <do er umb drizzig jar was’ offenbaren sichihnen und ^hun ihnen gütlich’; mehr als einer Schwester wird diegäbe des durchschauens ihrer selbst und anderer und des w r eissagenskünftiger dinge; wenn eine fromme Schwester im sterben liegt, sovernehmen die andern das allersüßeste saitenspiel was je gehörtward; mehr als eine gläubige seele wird sogar gewürdigt, das ge-lieimnis der transsubstantiation zu belauschen, kurz es ist hierwie dort der gleiche geist, der nicht selten auch fast in gleicher