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Der Nonne von Engelthal Büchlein von der Genaden Uberlast
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[s. 1] Ich lieb ein buochlin Ine an, da kumet man an dez clostersze Engeltal anvank und die nienig der genaden gotes die er mit denfrawen getan bat an dem anvang und nu sider, von der menig sinerauzbrechenden tugende die als wenig gestillen mak als daz mer siner5 auzfliezzenden kraft. Nicmant ist kumen zu grozzer heilikeit vonsein selbez frümikeit: er bat sie alle dar gezogen von siner frienwillekür. Er ist gewaltig noch dar zu, daz er sinen freunden güt-lich tu, wanne er derkent allein alle dink: da von tut er einemgütlich, und dem andern nicht. Daz mugen under menschelichenio sinne nicht begreifen, wollen wir an werren sein.

Nu wolt ich gern schreiben etswaz von der genaden überlast:so han ich laider deinen sin und kan dar zu der Schrift nilit, wannedaz ich zu disen dingen mit der gehorsam betwungen bin.

In der zeit da der kunig von Ungerne sein heiligeu toliteri» Elizabethen gemehelet dem lantgraven Ludowig von Hessen, da santer sie mit grozzen eren liintz [s. 2] Nurnberch da deu hrautlauftsolte sein. Da gab er. ir ein rotterin auf den wek, die liiez Alheit:ob daz kint wurde wainen, daz sie ez danne stillet mit dem saiten-spil. Disew r fraw sprach, sie wer siben jar alt.

20 Da die brautlauft vergink und daz heilig kint von dannen wartgefurct, da wolt im die rotterin nilit mer nach volgen, wanne siewolt fiirbaz allez ihr leben dem minnenclichen got ergeben, und wart,ein grozze rewerin und dar zu gotes minnerin, und saz ze Nurn-berch in einem haus und warde relit als ein lucern, wanne sie waz25 vor weit erkant von irm sündigen ampt. Ez waz ein cleinew sa-menunge von begin in der stat: da ward man predigen, wie grozzenIon unser lierre wolt geben umb die reinicbeit und umb willigewgehorsam. Da gingen sie zu diser frawen Albeiden der vorge-[s. 3] nanten rotterin und baten sie mit grcezzer begirde, daz sieso sich an nemo und wurde ir maistrin, dar umb daz in der himlischo

Engelthiil. 1