Vierhundert und mernndl'iint'ziglie Vncht. ^05
Alte» fortgeschickt, um den Jungen zu bolcu." Da sagte die Alte: „Ich weiß ei»sicheres Mittel, wodurch sie Alles ge st eben wird, was in ihrem Herzen vergebt."
„Wie wolltest du das?" fragte der Kaiser. Die Alte antwortete: „Ich bringe dir dasHerz eines Wiedehopfs, das legst du deiner Gattin auf die Brust, wenn sie schläft, fragst sicdann, was du wissen willst, und sic wird dir die Wahrheit sagen." Der Kaiser sagteihr erfreut: „Das will ich tbun, aber sage Niemanden etwas davon." Die Alte gingdann zur Kaiserin und sagte ihr: „Deine Leiden nahen ihrem Ende. Der Kaiser
wird diese Nacht zu dir kommen, stelle dich dann, als schliefest du, und antworte schlafend^ auf Alles, was er dich fragt." Hierauf verließ die Alte die Kaiserin wieder, holte! das Herz eines Wiedehopfs und brachte eS dem Kaiser. Dieser erwartete mit Ungeduld^ die Stunde, wo er die Kaiserin eingeschlafen glaubte; er setzte sich dann neben sie,
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legte das Herz des Wiedehopfs auf ihre Brust und wartete eine Weile, um sich von ihremSchlafe zu überzeugen. Als sie regungslos liegen blieb, sagte er: „Schah Chalun! !
war das mein Lohn von dir?" — „Was habe ich verbrochen?" fragte die Kaiserin. Ererwiderte: „Gibt es denn ein größeres Verbrechen, als das dciuige? Schicktest du nicht!nach einem fremden Jünglinge und wardst mir untreu?" — „Ich habe ihn nicht aus!
Tausend und eine Nackt. II
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