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Die Reihe kam zuerst an den Träger, der die Wirthin auf folgende Weise anredete:„Du weißt wohl, meine Gebieterin, daß ich ein Lastträger bin, deine Wirthschafterinhieß mich, ihr folgen. Ich ging mit ihr zum Weinhändlcr, dann zum Metzger, dann !zum Obsthändler, von diesem zu Einem, der trockne Früchte verkauft, endlich zum Zucker-bäcker und Specereihändler, dann kam ich hieher und somit wäre meine ganze Geschichtezu Ende." Die Wirthin lachte und sagte ihm: „Dein Leben sey dir geschenkt, du
kannst gehen;" er aber wünschte, noch da zu bleiben, um die Erzählungen der übrigenGäste zu hören.
Nun nahm der erste Kalender das Wort und sprach: „Wisse, o meine Gebieterin,folgendes ist der Grund, warum ich ein Aug und meinen Bart verloren: Mein Vater! und mein Oheim waren beide Könige; Lezterer hatte einen Sohn und eine Tochter. Alsich groß geworden, besuchte ich zuweilen meinen Oheim und brachte oft bei ihm mehrereMonate zu, denn cs bestand das freundschaftlichste Vcrhältniß zwischen mir und meinemVetter. Bei einem dieser Besuche erfuhr ich von meinem Vetter die allergrößten Ehren-bezeugungen; er lud mich zu Gast, ließ Schafe schlachten und klaren Wein dazu bringen.Nachdem wir ziemlich viel getrunken hatten, sagte er mir: „Ich arbeite schon ein ganzesJahr an Etwas, womit ich dich nun bekannt machen will, du darfst aber nicht weitermit mir davon sprechen; willst du dies beschwören?" Als ich geschworen hatte, verließ