Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Als der Träger das Geld genommen, blieb er eine Weile stehen und bewunderte die dreiFrauen, bei denen er keinen Mann erblickte und die doch einen so großen Einkauf an Wein,Fleisch, Früchten, Süßigkeiten, Blumen und Wachslichtern gemacht. Da nun eine der Frauenbemerkte, daß er noch nicht weggegangen, sagte sic zu ihm:Was thust du noch hier? findestdu etwa deinen Lohn zu gering, so soll meine Schwester dir noch einen Dinar geben." Da erwi-derte der Träger:Gott bewahre, daß ich mehr Lohn wünschen sollte, ich war nur über euchin Gedanken vertieft, denn ich konnte nicht begreifen, wie ihr Frauen ohne Männer so lebenmöget; ihr wißt doch, daß ein fröhliches Mahl aus vier Tischgcnossen bestehen muß, ihr sepdaber nur drei, und so wie eine Gesellschaft von Männern ohne Frauen nicht angenehm ist, sowenig kann es eine Frauengesellschaft ohne Männer sepn. Zu einer guten Musik gehören vierInstrumente: eine Harfe, eine Laute, eine Flöte und eine Zither; zu einem schönen Straußviererlei Blumen: Rosen, Mprthen, Levkojen und Lilien; zu einem fröhlichen Leben: Wein,Gesundheit, Geld und ein geliebter Gegenstand; da ihr also nur drei sepd, so bedürft ihr einesVierten und dieser muß ein Mann sepn." Den Frauen gefiel des Trägers Rede, doch antwor-teten sie:Wir müssen als Mädchen ganz zurückgezogen leben, wir wollen nichts mit Män-nern zu thun haben, denn wir fürchten, verrathen zu werden. Weißt du, wie ein Dichter sagte:Vertraue Niemanden ein Geheimniß an, denn hast du einmal etwas einem Andern anvcr-traut, so hast du dein Geheimniß verloren; hat deine Brust nicht Raum genug, um ein Ge-heimniß zu bewahren, so ist gewiß die eines Vertrauten auch zu eng dafür." Als der Trägerdies hörte, sagte er:Ihr habt einen erfahrnen, vernünftigen und gebildeten Mann vor euch,

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