15-t Ei nun -dreißigste Nacht.
Mann sagte ihm: „Erwache doch! man braucht ein volles Jahr von deiner Stadt zurmeinigen; nur als du hierher kamst, war die Stadt verzaubert und der Weg dahin so nahe.Jezt kann ich dich keinen Augenblick verlassen." Da sagte der König: „Gelobt sey Gott, derdich mir bcschecrt, du sollst nun mein Sohn werden, da ich doch in meinem Leben mit keinemSohne beschenkt worden bin." Sie umarmten sich, küßten sich, dankten einander und freutensich. Als sie mit einander ins Schloß kamen, sagte der entzauberte König den Großenund Ausgezeichneten seines Reichs, daß er nun eine Reise machen wolle; er packte dannein, was er für die Reise brauchte. Die Fürsten und Kaufleute der Stadt brachten ihmAlles, was er bedurfte, und er machte zehn Tage lang seine Vorbereitungen zur Reise.Dann reiste er ab mit dem Sultan, dessen Herz sich nach seiner Residenz sehnte, vonder er so lange abwesend war. Er nahm fünfzig Sklaven mit und hundert Ladungenan Geschenken, Vorräthen und Gütern. Die Sklaven mußten sie auf der Reise bedienen,die sie ein ganzes Jahr lang, Tag und Nacht, fortsezten.
Gott hatte ihnen eine glückliche Reise bestimmt. Sic langten in der Stadt an undließen sogleich dem Vesir sagen, daß der Sultan glücklich angekommen sey. Der Vesir,alle Truppen und die größte Zahl der Einwohner zogen höchst erfreut dem Sultan ent-gegen, denn schon hatten sie alle Hoffnung verloren, ihn jemals wiederzufinden. Sieschmückten dann die Häuser der Stadt und breiteten seidne Teppiche auf den Boden aus.Nachdem die Truppen alle vorübermarschirt waren, blieb der Vesir beim Sultan, esverbeugten sich aber alle vor dem Sultan und brachten ihm ihre Glückwünsche dar. DerKönig sezte sich auf den Thron und sagte seinem Vesir alles, was dem jungen Mannewiderfahren, er erzählte ihm auch, was er selbst dessen Muhme gethan, und wie erdadurch jenen und die ganze Stadt befreit habe, wcßhalb er ein ganzes Jahrabwesend geblieben. Der Vesir wandte sich hierauf zum jungen Mann und wünschteihm Glück zu seiner Rettung. Der König bestätigte dann die Fürsten, die Verweser undAdjutanten, einen Jeden in seinem Range, vcrtheilte Ehrenkleider und machte vieleGeschenke; er schickte auch nach dem Fischer, der die Ursache der Befreiung des jungenMannes und der Einwohner gewesen war. Als jener erschien, beschenkte er ihnund fragte ihn, ob er Kinder habe. Nachdem dieser geantwortet, er habe einen Sohnund zwei Töchter, mußte er sie gleich holen, der König heirathete die Eine und der jungeMann die Andre. Hierauf machte der König den Fischer zu seinem Schatzmeister. DemVesir verlieh er eine Ehrenkette und schickte ihn als Sultan in die Stadt der schwarzenInseln, nachdem er ihn hatte schwören lassen, daß er ihn besuchen wolle. Die fünfzig