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das Antlitz der Prinzessin zu reiben, so bin ich gezwungen, sie alsbald zu verlassen. Ichgebe sie dir, gebrauche sie wohl."
Ahmed dankte dem Geist und begab sich auf den Weg nach der Hauptstadt vonIndien. Als er an das Thor der Hauptstadt gekommen war, hörte er erzählen, wieder Wahnsinn der Prinzessin den ganzen Hof in die größte Bestürzung versezt und daßder König, nachdem er die Kunst der geschicktesten Aerzte vergeblich versucht, ihre Handdemjenigen zugesagt habe, der sie heilen würde.
Ahmed erbot sich dazu, er benezte seine Blätter, rieb damit das Gesicht der Prin-zessin, und die Bezauberung verschwand augenblicklich. Der König belohnte den von demFremden geleisteten Dienst, indem er ihm die Hand seiner schönen Tochter gab.
Als aber der Geist die Prinzessin verlassen hatte, nahm er den Körper der Prin-zessin von China, welche er sehr liebte, zur Wohnung ein. Der Kaiser von China,welcher von der wunderbaren Heilung der Prinzessin von Indien vernommen hatte, sandteeinen Hofbeamten dahin und ließ den Ahmed bitten, er möge die Gnade haben, anseinen Hof zu kommen, um seine Tochter wieder zu heilen. Ahmed machte sich alsbaldauf den Weg.
Doch, wie groß war seine Verwunderung, als er bei seiner Ankunft erkannte, daßdie Tochter des Kaisers von China auch von dem Geiste besessen war, welchen er ausdem Brunnen gezogen hatte. „Du also bist es, Ahmed," sprach der Geist zu ihm,„du, den ich mit Wohlthatcn überhäuft habe, willst mir jezt eine Prinzessin entreißen,welche ich liebe? Doch nimm dich in Acht, zwingst du mich, von hier zu weichen, danneile ich sogleich nach Indien und tödte deine Gemahlin."
Ahmed erschrak sehr über diese Drohung und wollte schon dem Kaiser von Chinaerklären, hier sey seine Kunst unzulänglich, als er auf eine List verfiel. „Bei Gott! ^mein guter Geist," sprach er, „nicht um die Prinzessin zu heilen, bin ich hierher ge- ^kommen, nein, nur um dich zu bitten, mir deinen Beistand zu leisten. Du erinnerst dich zwohl noch jenes Weibes, mit welchem du in dem Brunnen einige Zeit zubrachtest; nunwohl, es war meine Gattin. Ich weiß nicht, wer sie unglücklicher Weise herausgezogenhat, aber sie ist in Freiheit und verfolgt mich überall hin, in wenig Augenblicken wirdsie hier seyn, und ich komme, deinen Beistand anzuflehen, ich beschwöre dich, versage ihnmir nicht."
„Meinen Beistand?" erwiderte schnell der Geist, „der höchste Gott schütze mich, daßich je wieder mit einem solchen Weibe zusammenkomme. Ahmed, mein Freund, ziehe