Ä ch l z e h n t e K a ch l.
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Schatz in diesem Brunnen sey, du mußt mich an dieses Seil binden und mich daranhinunterlaffen." — „Nicht also," erwiderte sie heftig, „du sollst mich daran binden, ichkann eben so gut hinabstcigen, als du; denn wahrlich, du wärst schlecht genug, denSchatz für dich allein zu behalten."
Ahmed willigte in diesen Vorschlag, er band seine Frau an das Seil und ließ sie! in den Brunnen hinabglciten. Als sie auf dem Grunde war, ließ er das Seil los undrief ihr zu: „Liebes Weib! jezt werde ich doch einige Augenblicke Ruhe haben, du wirst sogefällig seyn, dort unten zu bleiben, bis ich wieder komme, dich herauszuziehen." Undohne auf ihre Bitten oder Drohungen zu hören, ging er ruhig wieder an seine Arbeit.
Einige Zeit darauf, als er glaubte, durch diese Lehre werde seine Frau gebessertseyn, warf er wieder das Seil hinab. „Schnell!" rief er ihr zu, „binde dich fest, damitich dich wieder herausziehe." Darauf zog er eine schwere Last empor, aber wie sehrerstaunte er, als er am Ende des Seils einen Geist erblickte.
„Ich bin dir sehr vielen Dank schuldig," redete dieser ihn an, „ich bin einer von denGeistern, welche sich nicht in die Luft emporschwingen können, und wohnte in diesemBrunnen, als gewiß ein mir feindlicher Geist das boshafteste unleidlichste Weib auf
sto
Erden zu mir hinabließ, welches mich fast rasend machte, so lange sie bei mir war. Weildu mich nun von ihr befreit hast, so will ich mich dir dafür auch dankbar beweisen.Höre, was ich für dich thun will. Der König von Indien hat eine reizende Tochter, iich will hingehen und von ihr Besitz nehmen, um sie wahnsinnig zu machen. Der König, !ihr Vater, wird umsonst alle Aerzte und weise Männer zu ihrer Heilung aufbieten, jdoch hier habe ich einige Blätter, man braucht sie nur ins Wasser zu tauchen und damit !