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S i e li e n § e h n t e U a ch t.
Der Prinz von Karisme sah wohl ein, daß wenn er diesen Vorschlag nicht annähme,ihn der König der Menschenfresser aus Grimm über seine Weigerung tödten lassen würde,und willigte endlich in diese Ehe. Er hcirathcte also die Prinzessin, welche wirklich denschönsten Hundskopf auf der ganzen Insel hatte. Trotzdem aber konnte er sich nicht anseine Gattin gewöhnen und hatte eine unüberwindliche Abneigung gegen sie, je mehr sieihn liebkoste, desto größer» Abscheu hatte er vor ihrem Hundökopfe. Dieser Widerwillenhätte dem Prinzen sehr nachtheilig werden können, doch der Engel des Todes befreiteihn bald, denn er nahte dem Leben seiner Gattin und sie starb wenig Tage nach ihrerVerheirathung.
Der Prinz freute sich innerlich, daß er von einem so scheußlichen Weibe befreit sep,doch er vernahm, es scy Sitte auf dieser Insel, ebenso, wie auf Serendib, den lebendenMann mit seinem todtcn Weibe, wie das lebende Weib mit ihrem todten Gatten zubegraben; man sagte ihm, selbst die Könige seycn, so gut als alle andern, diesem schreck-lichen Gesetz unterworfen und die Samsaren so daran gewöhnt, daß sie ohne Kummerden Tag ihres Begräbnisses herankommen sähen, daß ihnen sogar dieser Tag eher einTag der Freude, als des Schmerzes zu seyn schiene, weil Weiber und Männer, welcheeinem solchen Begräbnisse beiwohnten, dabei tanzten und Lieder sängen, mehr geeignetLust als Mitleid zu erregen.