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„sondern ich will dich einst lehren, selbst welche verfertigen zu können. Jezt aber willich dir erklären, was du zu wissen wünschest. Es gibt zwei Arten von Talismanen,den kabalistischen und den astrologischen. Der erste, welcher von der besten Art ist,bringt seine wunderbaren Wirkungen vermöge der Buchstaben, Wörter oder Gebetehervor, der andere ist mächtig durch die Wechselwirkungen, welche die Planeten mitallen Metallen haben. Ich bediene mich der kabalistischen Talismane, sie wurden unr-einst im Traume durch den großen Gott Wischnu offenbart, der da Herr ist über allePagoden in der Welt."
„Wisse denn, mein Sohn!" fuhr er fort, „daß die Buchstaben in Beziehung zuden Engeln stehen, jeder .Buchstabe wird von einem Engel beherrscht, und fragst dumich, was ein Engel sey, so antworte ich dir, cs ist ein Strahl oder ein Ausfluß derTugenden der Allmacht und der Eigenschaften Gottes. Die Engel, welche in der über-irdischen und himmlischen Welt wohnen, beherrschen die, welche auf unsrer irdischenweilen. Die Buchstaben bilden die Wörter, die Wörter wiederum die Gebete und essind nur die Engel, welche, bezeichnet durch die Buchstaben und versammelt in dengeschriebenen oder gesprochnen Gebeten, Wunder bewirken, ob welcher die gewöhnlichenMenschen staunen."
Während Padmanaba also zu dem jungen Hassan redete, kehrten sie in dieStadt zurück. Sie kayren zu dem Fikaa-Verkäufer, welcher hoch erfreut war, als seinSohn ihm das Gold und die edeln Steine zeigte. Sie hörten auf, Fikaa feil zu bietenund begannen froh und im Nebenflüsse zu leben.
Aber Hassan hatte eine Stiefmutter von habsüchtigem und eitlem Gemüth. Siefürchtete, es werde ihr einst an Geld fehlen, obgleich ihr Sohn Rubinen von unermeß-lichem Werthe mitgebracht hatte, und so sprach sie eines Tages also zu ihm: „O meinSohn, wenn wir unsere Lebensweise so fortführen, werden wir bald zu Grunde gerichtetseyn." — „Gräme dich nicht darüber, meine Mutter," erwiderte er, „die Quelle unsresReichthums ist nicht versiegt. Hättest du alle Schätze gesehen, welche mir der edle Pad-manaba bestimmt hat, so würdest du weit entfernt von solcher Furcht sepn. Das erstemal, wenn er mich wieder in jenen Brunnen führt, werde ich dir eine Hand vollschwarzer Erde mitbringen und das wird deinen Geist auf lange Zeit beruhigen." —„Belade dich doch lieber mit Gold und Rubinen," antwortete seine Stiefmutter, „dieliebe ich mehr als alle Erdarten. Aber Hassan, mir kommt ein Gedanke, wenn dirdenn Padmanaba alle diese Schätze schenken will, warum lehrt er dich nicht alleSprüche, welche erforderlich sind, um hinabsteigen zu können zu dem Orte, wo sie sich