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Silber, hervorzubringen vermag und wenn er de» Thron besteigt, so verwandelt er Kieselin Diamanten und andere edle Gesteine. Das silberne Gefäß, welches in einem Winkeldes Gemaches lag, enthielt das Wasser, das heißt die Feuchtigkeit, mit welcher man dietrockene Erde befeuchten muß, um sie in den Zustand zu versetzen, in welchem sie hierliegt. Nimmst du von diesem Haufen nur eine Hand voll, so kannst du, wenn duwillst, alles unedle Metall in ganz Aegypten in Gold verwandeln oder in Silber undalle Bausteine in Diamanten und Rubinen."
„In der That," sprach Hassan, „das ist eine gar wunderbare Erde; jezt wundrcich mich nicht mehr, hier so viel Reichthümcr aufgchäuft zu sehen." — „Diese Erde istnoch weit wunderbarer, als ich dir bis jezt gesagt habe," erwiderte der Brahmanc;„sic heilt alle Arten von Krankheiten; wenn ein Kranker schon auf dem Sterbebetteliegt und im Begriffe ist, seinen Geist aufzugcben und nur ein Korn davon cinnimmt,so vermag er sich auf der Stelle zu erheben voll Kraft und Gesundheit. Und nochbesizt diese Erde eine Kraft, welche ich hoch vor jeder andern schätze. Wer sich mitihrem Safte die Augen reibt, erblickt die Luftgeister und Genien und hat die Macht,ihnen zu gebieten."
„Nach Allem, was ich dich nun gelehrt habe, mein Sohn," fuhr der Brahmaneweiter fort, „wirst du selbst cinsehcn, welche ungeheure Schätze dir bestimmt sind." —„Gewiß, sic sind unzählbar," antwortete der junge Hassan, „aber darf ich nicht, bisdu mir ihren Besitz übergibst, nur einen Thcil davon mitnchmcn, um meinem Vater zuzeigen, wie glücklich wir sind, dich, edlen Mann, zu unserem Freunde zu haben?" —„Du darfst cs," sprach der weise Padmanaba, „nimm Alles, was dir gefällt."Hassan bcnuzte diese Erlaubnis' und belud sich mit Gold und Rubinen und folgte demBrahmanc», der das Gemach verließ, in welchem der König von Aegypten lag.
Sic kehrten zurück durch den herrlichen Saal, durch den Hof und den Keller, woder Mohr noch auf dem Boden ausgestrcckt lag, sic machten die kupferne Thürc hintersich zu und alsbald war sie von selber wieder geschlossen, dann stiegen sic die Treppewieder hinauf und aus dem Brunnen, und so bald sie ihn verlassen hatten, füllte er sichwieder mit Wasser und war ganz wie zuvor.
Als der Brahmane bemerkte, daß Hassan über die plötzliche Wiederkehr desWassers sehr erstaunt war, fragte er ihn: „Weshalb bezeigst du dich so verwundert?hast du denn nie von Talismanen reden gehört?" — „Nein," antwortete der Fikai,„niemals, doch ich möchte gern von dir hören, was es damit für eine Bewandtnis)hat." — „Nicht allein darüber will ich dich unterrichten," entgegnetc Padmanaba,