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1 (1838)
Entstehung
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67
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bereue, ihn so ungerecht verfolgt zu haben. Er ging in die Falle und nahm die

Sklavinnen an; unter ihnen war aber eine, in die er sich ganz und gar verliebte.

Sobald dieses Mädchen den Scheich von heftiger Leidenschaft umstrickt sah, sprachsie also zu ihm:O Scheich! ich bin begierig zu erfahren, ob es eine Zeit gibt, wo dudeine Wunder nicht zu thun vermagst?"Schönes Weib," erwiderte er,ich bittedich, thuc mir diese Frage nie wieder; seycn wir nur bedacht, ein frohes Leben zu füh-ren. Was kann dir daran liegen, das zu wissen, warum du mich fragst?" DieSklavin heuchelte tiefen Kummer über diese Antwort. Sie stellte sich wie von bittererSchwermuth ergriffen, und als der Scheich sich ihr schmeichelnd nahte, weinte sie sehr.Alle Zeichen von Liebe, die du mir gibst," sprach sie,sind nicht wahrhaft; wenn du

mich liebtest, würdest du kein Gehcimniß vor mir haben." Kurz, sie quälte ihn so

sehr, daß er schwach genug war, ihr zu gestehen, daß er, nachdem er ein Weib erkannthabe, ohne Macht sep, bevor er die Abwaschung gethan hätte.

Als die Sklavin das erfahren hatte, ließ sie es den König wissen, der seiner Leib-wache befahl, sich in einer Nacht heimlich vor die Thüre des Scheichs zu stellen, um sichseiner zu bemächtigen, so bald die Sklavin sie ihnen öffnen würde.

Schahabeddin hatte die Gewohnheit, allnächtlich einen großen Topf voll Wassersneben sein Bett hinzustellen, um sich seiner zu bedienen, wenn er der Abwaschungbedurfte. Die Sklavin verschüttete dieses Wasser, als sie sich niederlcgte, ohne daß derScheich cs gewahrte; als er sich nun waschen wollte, fand er den Krug leer. Die Treu-lose spielte die Geschäftige und öffnete so unter dem Vorwände, Wasser holen zu wollen,die Thüre, worauf die Krieger des Königs dann rasch in die Höhle drangen. Daerkannte der Scheich die Vcrrätherci seiner Sklavin, er ergriff zwei Kerzen, die aufLeuchtern brannten und drehte sich mit ihnen im Gemache umher, indem er seltsameWorte murmelte, welche die Leibwachen nicht verstanden. Sie waren erschrocken überdie Gebährden und Worte des Scheichs, und voll Furcht, daß er mit irgend einem schreck-lichen Wunder sie bezaubere, flohen sie aus der Höhle.

Der Scheich verschloß sogleich die Thüre und verrichtete seine Abwaschung. Daraufnahm er, um sich an der treulosen Sklavin zu rächen, ihre Gestalt an und gab ihr dieseinige und lief so, die Höhle verlassend, hinter der Leibwache her.

Ha, ihr Feigen," sprach er zu ihnen,richtet ihr so die Befehle eures Herrn,des Königs, aus? Er wird euch Alle tödten lassen, wenn ihr nach Damaskus zurück-kchrt ohne den Scheich, seinen Feind. Wcßhalb scpd ihr geflohen? Habt ihr Ungeheueroder Soldaten erscheinen sehen, um ihn zu vcrtheidigcn? Kehret zurück in die Höhle