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ich, nur arme Knechte des großen Gottes sind. Während du dein Haupt ins Wassertauchtest und es alsbald wieder zurückzogst, hast du eine Reise von sieben Jahren ge-macht, hast ein Weib geehlicht, hast viel erduldet, hast sieben Söhne und sieben Töchtergezeugt, viel Last ertragen, und willst doch nicht glauben, daß Muhammed, unsergroßer Prophet, sein Bett noch warm und seinen Wassertopf noch nicht leer gefundenhabe? Erkenne, daß Nichts demjenigen unmöglich ist, der da Himmel und Erde erschaffenhat durch das einzige Wort: Es werde."
Nachdem der Sultan diesen Brief gelesen hatte, ward er gläubig. Nichtsdestowe-niger konnte er seinen Zorn gegen den Scheich nicht besänftigen. Er schrieb an denHerrscher von Damaskus, bat ihn, Schahabeddin fangen zu lassen, ihn zu tödtenund ihm seinen Kopf zu senden.
Der König von Damaskus willigte in das Verlangen des Sultans von Aegpptenund gab sich alle Mühe, seinem Willen zu genügen. Er erfuhr, der Scheich halte sichin einer Höhle, weit entfernt von der Stadt, auf, und befahl seinen Leibwachen, sichdahin zu begeben, sich seiner zu bemächtigen und denselben vor ihn zu bringen. DieLeibwachen eilten dahin, und hofften, einen solchen Befehl leicht auszuführcn; aber sie !
waren nicht wenig überrascht, als sie den Eingang der Höhle von einer zahllosen Schaar ^
wohlberittener und mit Schwert und Panzerhemd bewaffneter Krieger besezt fanden; sie ^
kehrten zu ihrem Könige zurück und erzählten ihm, was sie gesehen hatten.
Der König, erzürnt über diesen Widerstand, sammelte seine Truppen und zogselbst aus, den Scheich zu belagern. Doch dieser stellte ihm ein so starkes Kriegsheer !entgegen, daß der König sich erschreckt zurückzog.
Gereizt von diesem Übeln Erfolg und entschlossen, um keinen Preis von seinem !
Vorhaben abzustehen, berief der König seine Vesire und fragte sie, was unter diesen iUmständen zu thun wäre. Die Vesire antworteten, so ein mächtiger Herrscher er auch !
sey, so sey er doch nicht stark genug, um hoffen zu können, er werde einen Mann be- ^
siegen, dem die göttliche Macht zur Seite stehe. „Doch, Gebieter!" sprach der älteste ^
Vesir, „wenn du Herr werden willst über den Scheich, so sende Botschaft zu ihm, duwünschtest Friede mit ihm zu schließen. Wähle die schönsten Sklavinnen aus deinemSerail und mache sie ihm zum Geschenck. Doch vorher befiehl diesen Mädchen, siesollen streben, vom Scheich zu erfahren, ob es eine Zeit gibt, wo er nicht die Machtbesitze, seine Wunder zu thun." Dem König gefiel dieser Rath; er verstellte sich undließ dem Scheich seine Freundschaft anbietcn, indem er ihm noch zum Geschenk Sklavin-nen von seltener Schönheit sandte. Der Scheich glaubte, der König von Damaskus