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1 (1838)
Entstehung
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62 ll i c r z e h n t c R a ch t.

entschloß sich denn der Sultan, sie zu fragen, ob sie verheirathet sep. Sie antwortetebejahend, und ihr Bescheid freute ihn eben so sehr, als der der ersten ihn betrübt hatte.

Ein drittes Weib trat aus dem Badhause, eben so häßlich als die lezte.O Him-mel!" sprach der Sultan, so bald er sie gewahrte,da ist noch eine scheußlichere alsdie andere. Doch, es thut nichts, da ich einmal angefangen habe, muß ich auch voll-enden. Wenn die da einen Mann hat, so muß ich gestehen, daß es noch Männer gibt,welche mehr zu beklagen sind, als ich." Als sie an ihm vorbeiging, richtete er zitternddiese Worte an sie:Sage mir doch, o Schöne, ob du verheirathet bist?"Ja,Jüngling!" antwortete sie, ohne sich aufzuhalten.Darüber bin ich sehr erfreut,"vcrsezte der Sultan.Welch ein Glück," fuhr er weiter fort,diesen beiden Weibernentschlüpft zu sepn. Aber es ist noch nicht Zeit, zu frohlocken; noch sind nicht Alle ausdem Bade gekommen, bis jezt habe ich die Gattin nicht gesehen, welche mir bestimmtist; ich werde vielleicht bei dem Tausche nichts gewinnen."

Er erwartete, noch eine so häßliche zu erblicken, als die beiden leztcn, als einevierte erschien, welche an Schönheit die erste, welche er so lieblich gefunden hatte, nochübcrtraf.Welch ein Unterschied," rief er aus,so verschieden sind nicht Tag undNacht, als dieses schöne Weib und die beiden, die ich vorhin sah. Kann man an dem-selben Orte Engel und höllische Geister sehen." Er nahte sich ihr, und sich höflichverneigend fragte er sie:Liebenswürdigste deines Geschlechts, hast du schon einenMann?" Sie antwortete ihm:Nein," indem sie ihn mit stolzen und aufmerksamenAugen musterte. Darauf ging sie weiter und ließ den Sultan staunend und überraschtstehen.Was soll ich davon denken," sagte er,es scheint der alte Schmied hat michzum Besten gehabt. Wenn ich nach den Gesetzen des Landes dieses Weib heirathen soll,warum ist sie so stolz fortgegangcn, und wozu dann diese hochmüthigen und verachtendenMienen. Sie maß mich vom Haupte bis zu den Füßen und ich las in ihren BlickenZeichen von Verachtung. Freilich hat sie nicht ganz Unrecht. Die Wahrheit zu gestehen,so erhebt dieser abgcnuzte, durchlöcherte Nock eben nicht mein gutes Aussehen, und istnicht geeignet, ein Weib zu meinen Gunsten einzunehmen. Ich verzeih' ihr, wenn sieglaubt, sie hätte einem Bessern begegnen können."

Während er so seine Betrachtungen anstellte, trat ein Sklave zu ihm heran:Herr,"sprach er,ich suche einen ganz zerlumpten Fremden und deinem Aussehen nach, glaubeich, daß du cs scpst. Bemühe dich, wenn cs dir also gefällig, mir zu folgen. Ichwerde dich an einen Ort führen, wo man dich sehr ungeduldig erwartet." Der Sultanfolgte dem Sklaven, welcher ihn in ein großes Haus führte und ihn in ein sehr sauberes