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1 (1838)
Entstehung
Seite
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das in so kurzer Zeit geschehen wäre, daß Muhammed bei seiner Rückkehr sein Bett

noch warm gefunden habe, ja mehr noch, daß er einen Topf wieder aufgehoben habe,dessen Wasser noch nicht ausgeflosscn, obgleich derselbe in dem Augenblick umgcfallen war,als der Engel Gabriel Muhammed mit sich führte.

Der Sultan, welcher in dieser gelehrten Versammlung den Vorsitz hatte, be-hauptete, das sep unmöglich.Ihr versichert," sprach er,daß es sieben Himmel gebe,daß zwischen jedem ein ganz gleicher Raum sep und daß der Weg zu Einem fünfhundertJahr dauere, und daß jeder Himmel eben so hoch sep, als die Entfernung zu dem

Andern beträgt. Wie ist es nun möglich, daß Muhammed, nachdem er alle diese

Himmel durchwandert, mit Gott achtzig tausend Unterredungen gehabt hatte, bei seinerRückkehr noch sein Bett warm fand und seinen umgeworfcnen Topf, ohne daß das

Wasser, welches er enthalten hatte, verschüttet war. Wer könnte so leichtgläubig sepn,einer so lächerlichen Erfindung Glauben zu schenken. Wisset ihr denn nicht, daß wennihr einen mit Wasser gefüllten Topf umwcrft und ihr ihn auch im Augenblicke selbstwieder aufhcbt, ihr doch kein Wasser darin finden werdet." Die Gelehrten antworteten,daß das ohne Zweifel nicht natürlich zugingc, daß aber der göttlichen Allmacht Alles

möglich sep. Der Sultan von Aegppten, welcher ein Freigeist war, und sich zum

Grundsatz gemacht hatte, Nichts zu glauben, was wider die Vernunft ist, wollte diesesWunder nicht glauben, Und die Gelehrten trennten sich.

Dieser Streit erregte Aufsehen in Aegppten; auch der gelehrte Scheich Schaha-beddin erhielt Kunde von dieser Neuigkeit, denn aus gewissen Gründen, die in derGeschichte nicht erwähnt werden, hatte er sich bei der Versammlung nicht einfinden

können. Er begab sich in der größten Hitze des Tages in den Palast des Sultans.Sobald dieser Schahabeddins Ankunft an seinem Hofe erfuhr, ging er ihm entgegen,führte ihn in ein prachtvolles Gemach, hieß ihn niedersitzcn und sprach also zu ihm:Gelehrter Manu! du brauchtest dir nicht die Mühe zu geben, hierher zu kommen. Eshätte genügt, wenn du deiner Diener einen gesandt hättest. Ich hätte ihm gern Allesgewährt, was er für dich von mir begehrt hätte."Herr," antwortete der Scheich,ich komme eigens um die Ehre zu haben, mit Deiner Hoheit einen Augenblick zureden." Der Sultan, welcher wußte, daß der Scheich im Rufe stand, stolz vor Fürstenund Mächtigen zu sepn, erzeigte sich sehr freundlich und wohlwollend gegen ihn.

Nun hatte das Gemach, in welchem sie waren, vier Fenster, in verschiedenen Rich-tungen befindlich. Schahabcddin bat den Sultan/ sie schließen zu lassen. Als esgeschehen war, fuhren sie noch eine Zeit lang fort, mit einander zu reden; worauf der

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