Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
42
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42 Elfte Nach l.

Ja doch, ja doch!" Jezt ward der Gcist sehr dcmüthig und sprach im bittenden Tone:Was willst du thun, guter Fischer?"Dich ins Meer werfen," antwortete dieser,und hast du zum crstcnmalc achthundert Jahre im Meere bleiben müssen, so werde ichdich diesmal bis zur lezten Stunde darin lassen. Habe ich dir nicht gesagt: laß michleben, Gott wird auch dich erhalten, du wolltest aber durchaus treulos gegen mich werdenund mich umbringcn; nun werde ich eben so gegen dich verfahren." Da sprach derGeist:Oeffne, o Fischer! ich will dich reich machen und dir viel Gutes erweisen."

Du lügst," sagte der Fischer.Wir Beide gleichen dem Könige der Griechen unddem Arzte Duban."

Wie so?" fragte der Gcist.

Wisse!" antwortete der Fischer,es war in einer Stadt Persiens, im Lande Su-man, ein König, der auch die Griechen beherrschte. Dieser ward so aussätzig, daß keinArzt ihn heilen konnte; er hatte allerlei Medikamente getrunken, allein Alles war ver-gebens. Nun kam einmal ein griechischer Arzt, Namens Duban, in diese Stadt, dieserhatte griechische, persische, türkische, arabische, lateinische, syrische und hebräische Büchergelesen, und alle in diesen Sprachen vorhandenen Wissenschaften studirt, er wußte dieGrundsätze ihrer Arzneikunst, kannte alle Pflanzen, die nützlichen und schädlichen Kräuter,auch verstand er die Philosophie und hatte alle Wissenschaften umfäßt. Als er in dieStadt des Königs der Griechen kam, und nach einem Aufenthalte von einigen Tagenhörte, daß der König schon lange aussätzig sey und kein Arzt ihn heilen könne, sozog er gleich am folgenden Morgen, so bald Gott den Morgenstern leuchten ließ, seinschönstes Kleid an, ging zum Könige, sagte ihm, wer er sey, und sprach hierauf:OKönig, ich habe von dein Aussatze gehört, der deinen Körper behaftet, und den keinArzt zu vertreiben weiß, ich will dich nun heilen ohne dir eine Arznei zu trinken oder