Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
27
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Fünfte Na eh t. 27

verheiratete ich meinen Sohn mit der Tochter des Hirten, die schön war wie der Voll-mond, dabei sehr geschickt, gelehrt und kenntnißrcich, viele Dichter gelesen und Zauber--und Schwarzkunst gelernt hatte. Sic verzauberte die Tochter meines Oheims hier in dieGestalt einer Gazelle, und sagte:Dir zu lieb habe ich sie in eine schöne Gestalt ver-zaubert, damit ihr Anblick dir nicht zum Abscheu werde." Und sie blieb Jahre undMonate bei uiis; dann starb die Frau meines Sohnes, die Tochter des Hirten, und meinSohn reiste in das Land des jungen Mannes, mit dem dir dieses Abenteuer begegnetist. Ich ging nun, meinen Sohn zu besuchen, und nahm die Tochter meines Oheims,diese Gazelle hier, mit mir, und so kam ich hichcr zu Euch. Dies ist meine Geschichte;ist sic nicht sonderbar und wundervoll?"

Nun," antwortete der Geist,ich schenke dir den dritten Theil seiner Schuld."Hierauf, o erhabener König, kam der zweite Alte, der mit den beiden schwarzen Hun-den, und sprach:Auch ich will dir erzählen, was mir mit meinen Brüdern diesenbeiden Hunden, widerfahren ist; du wirst sehen, daß meine Erzählung noch wundervollerund unglaublicher als die dieses Mannes ist. Wirst du, wenn ich dir sie erzähle, mirauch ein Drittheil seiner Schuld schenken?"Ja wohl," antwortete der Geist.

Da bemerkte Schchcr.sad den Tagesanbruch und hörte auf zu erzählen. Dinarsadsagte ihrer Schwester Schehersad wieder dasselbe, wie in den frühem Nächten, doch istdas Wiederholen überflüssig.

' Es heißt zwar an dieser Stelle im Texte Kinder, man sieht aber wohl in der Folge, daß esBrüder heißen muß, daher denn auch hier das Leztero gewählt wurde.