F ü n ft e N a ch t.
Ich habe vernommen, o glückseliger König! daß der Alte mit der Gazelle zu demGeiste sagte: „Ich nahm ihr das Messer aus der Hand und wollte selbst mein Kindschlachten, da schluchzte und weinte es, legte seinen Kopf auf meine Füße, streckte die Zungeheraus, gleichsam um mir ein Zeichen zu geben. Ich aber wandte mich von ihm ab und ließes los, denn mein Herz war zu gerührt. Hierauf sprach ich zu meiner Gcmalin: „Ichempfehle dir dieses Kalb, das ich eben los gelassen." Sic gab sich zufrieden, als ich ihrversprach, es zum nächsten Feste zu schlachten, und sie willigte ein, jczt ein anderes zutödtcn. So verging diese Nacht. Am folgenden Morgen, als cs hell geworden, kam derHirt zu mir, ohne daß meine Frau etwas merkte, und sagte: „Mein Herr, ich habe direine gute Nachricht zu bringen, wirst du mir deshalb wohl ein Geschenk machen?" —
Tausend und ein« Nacht, l,
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