Eingang. 11
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„Weißt du nicht, daß unser Herr heute in Trauer ist, weil seine Frau durchaus seinGchcimniß wissen will, worauf er sogleich sterben muß? cs bandelt sich nämlichdarum, daß er ihr die Sprache der Thiere erkläre, weshalb er sehr betrübt ist, unddu schlägst mit deinen Flügeln und springst umher in Freuden, schämst du dich nicht?"— Da hörte der Kaufmann wie der Hahn antwortete: „O der einfältige, närrischeMann! wie doch unser Herr so wenig Verstand hat! Ich habe fünfzig Hühner undstelle sie alle zufrieden, und mein Herr hat nur eine Frau und glaubt noch Verstand zuhaben. Weiß er sich nicht mit ihr zu helfen?" Da sagte der Hund: „Aber was sollteer mit ihr beginnen?" Und der Hahn antwortete: „Er sollte einen Eichenstock nehmen,mit ihr in sein Zimmer gehen, die Thüre schließen, über sie herfallen und sic so langeprügeln, bis er ihr Hände und Füße zerschlagen; sie würde dann bald schreien: „Ichwill keine Worte und keine Erklärung." Er soll sic dann aber so lange schlagen, bissie von ihrer Verrücktheit abläßt, und er soll nicht aufhörcn, bis sie ihm in nichts mehrwiderspricht. Thut er dies, so hat er Ruhe, bleibt leben und macht der Trauer ein Ende."
Als der Kaufmann die Rede des Hahns mit dem Hunde hörte, stand er schnellauf, nahm einen Stock von Eichenholz, führte seine Frau auf sein Zimmer, riegelte dieThüre zu, angeblich um ihr die Erklärung zu geben, und fiel dann über ihre Nippenund Schultern mit Schlägen her; er prügelte sic in Einem fort, sie schrie um Hilfe und !