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g Eingang.
während du dich in einem gekehrten, bespelzten und abgcpuzten Stalle befindest; deine Krippeist rein und mit Stroh gefüllt; du ruhst immer aus; nur selten kommt unscrm Kaufmannein Geschäft vor, wo er dich reitet, und auch dann kehrt er bald wieder nach Hause zurück.Du ruhest während ich mich abmühc, du schläfst während ich wache, ich hungrc, wenn dusatt bist." Als der Stier ausgcredct hatte, wendete sich der Esel zu ihm und sagte:„O Dummkopf! wer dich den Vater der Stiere genannt, hat nicht gelogen; du hast wederVerstand noch Schlauheit; du weißt dir nicht zu rathen und bringst dich allmälig durchdeinen inncrn Groll um's Leben; hast du noch nie das Sprichwort gehört: wer keineLeitung annimmt, verfehlt den rechten Weg? Höre mich drum, Stier! Wenn derLandmann dich anbindet, so stampfe mit den Füßen, stoße mit den Hörnern, und schreieimmer fort, bis man dir Bohnen hinwirft. Dann friß nichts davon, rieche nur so daranherum und schiebe sic zurück und koste sic nicht, begnüge dich mit dem Stroh und derSpreu. Thust du dies, so wirst du sehen, daß cs dir gut bekömmt und deiner Ruhezuträglich wird." Als der Stier dies hörte und sah, daß der Esel ihm diesen Rath !gegeben, dankte er ihm in seiner Sprache, wünschte ihm viel Gutes zum Lohn und hieltseinen Rath für gut, dann sprach er zu ihm: „Ich habe genug gelitten, o Vater derGescheuten!" — Dies alles, meine Tochter, geschah während der Kaufmann cs hörteund verstand. —
„Als nun am folgenden Tage der Bauer kam, um den Ochsen hcrauszuführcn undihn an den Pflug zu spannen, damit er arbeite, da fand er den Ochsen nachlässig inseiner Arbeit, denn er befolgte den Rath des Esels; als der Bauer aber anfing ihnzu schlagen, fiel der Ochs aus List auf den Boden, so wie es ihn der Esel gelehrt,bis cs Nacht geworden war. Da ging der Bauer mit ihm nach Hause und bandihn an die Krippe; aber der Ochs fing an mit den Füßen zu stampfen und laut zubrüllen und suchte sich von der Krippe loszureißcn. Der Bauer wunderte sich dar-über und brachte ihm Bohnen und Futter; der Ochs roch daran herum, ging zurück,legte sich weit davon nieder, und kauctc an dem Stroh und der Spreu bis des Morgens.Als der Bauer kam und die Krippe voll mit Bohnen und Stroh fand, und nichts daranfehlte, und den Ochsen mit aufgeblasenem Leibe, ausgcstreckten Füßen und fast ohne Athen:erblickte, ward er sehr betrübt und sprach: „Bei Gott, der Ochs muß heute krank scpn,darum konnte er auch gestern nicht arbeiten." Er ging dann zum Kaufmann und sagteihm: „Herr! der Ochs ist krank, er hat diese Nacht nichts von seinem Futter gefressen."Da aber der Kaufmann die Sache wohl wußte, so sprach er zum Bauer: „Geh, nimmden listigen Esel, spanne ihn an den Pflug, und zwinge ihn zur Arbeit bis er des Ochsen