638 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIX.
rusalem damals mit dem kirchlichen Banne belegt worden,weil er sich geweigert hatte, einen Thurm von Joppe,welchen der Patriarch als Eigcnthum der Kirche von Je-rusalem in Anspruch nahm, demselben zu überlassen; undunter diesen Umständen trug der Graf anfangs Bedenken,an der Heerfahrt Theil zu nehmen. Doch gab er zuletztden Bitten der Ritterschaft von Ptolemaiü und ihrer Waf-fcngefährten nach und schloß sich mit seiner Ritterschaftihnen an, in der Hoffnung, daß ihn der Patriarch dem-nächst vom Banne bcfreycn werde, wozu dieser jedochnicht sich bewegen ließ^). Das vereinigte christliche undmuselmännische Heer zog hierauf von Joppe nach As-kalon ").
Zu der Zeit, als das vereinigte christliche und musel-männische Heer nach Askalon kam, waren die ägyptischenSchaarcn schon durch die Ankunft der Charismicr verstärktworden. Schon die Gewißheit, daß der Kampf widerdie furchtbaren Schaarcn des weiland überall gefürchtetenCharismschah Dschelaleddin bestanden werden müßte, er-regte unter den syrischen Muselmännern, welche gemein-schaftlich mit den Christen wider ihre Glaubensgenossenstreiten sollten, große Bestürzung; und obgleich das ver-bündete Heer durch die Ankunft der Truppen des Fürstenvon Krak eine beträchtliche Verstärkung damals erhielt, sowurden doch viele syrische Muselmänner muthlos, verlie-ßen das Heer und eilten nach Hause Ucberhaupt
Z 7 ) loiirvillc I. v.
38) -oinville I. n.
zy) „ Auf die Nachricht von derAnkunft der Charismicr," sagt Dfche-maleddin fbey Neinaud S. ggs), „lö-sten die damaScenischcn Truppen, wel-
che bey Gaza gelagert waren, sichauf, und der Fürst von Krak gingeiligst nach Hause." Don der per-sönlichen Anwesenheit des FürstenDavid in dem vereinigten christlichenund saracenischcn Heere finden wirweder bey Aoinville noch bey Hugo