634 Geschichte der Kreuzznge. Buch VII. Ä a p. XIX.
Zum zweytcn Male ihre Häuser und Güter Preis zu geben,blieben in Jerusalem. Die Charismicr, als ihre Lisiihnen gelungen war, säumten nicht, in dichten Schaareuzurückzukehren, die Stadt Jerusalem zu umlagern und dieMauern und Thore zu bestürmen, so daß den Christen,welche nicht stark genug waren, um sich gegen die hefti-gen und stctS wiederholten Angriffe so zahlreicher Hordenzu verthcidigen, kein anderes Mittel der Rettung blieb,alS eine zwcyte Auswanderung. Sie verließen also inder Nacht die heilige Stadt, entgingen aber dennoch nichtdem Verderben; denn in einem engen Bergpasse fielen siein einen Hinterhalt, welchen die Charismier gelegt harten,und wurden sogleich von allen Seiten mit Schwertern,Pfeilen und Steinwürfcn angegriffen. Mehr als siebenTausend christliche Männer und Weiber wurden an diesemOrte getödtct^), und viele Jünglinge und Jungfrauenwurden als Gefangene hinweggeführt. Hierauf bemäch-tigten sich die Charismicr der Stadt Jerusalem, erwürg-ten die Priester, Mönche, Greise und Kranke, welche,unfähig die Beschwerlichkeiten der Auswanderung zu er-tragen, in der Kirche des heiligen GrabeS und am Calva-rienbcrge Sicherheit zu finden gehofft hatten^), und
Iwr inontinm convelles sscielinm
Schreiben des Großmeisters Wilhelmvon Chateauneuf ci. a. O. Nach derErzählung der Christen in dem An-incrk. :z, S.6Z2 »»geführten Schreibenwurden viele dieser Christen, alb sieihren Weg über das Gebirge nahmen,von den saraccnischen Bewvhncrndesselben, mit welchen sie damals imFrieden waren, treulos erschlagen,
und die übrigen wurden in der Ebenevon Namlah von den Charismiernerreicht und bis auf drei-hundert,welche durch die Flucht stch retteten,erschlagen. MatM. rarisp. üZi. 632.
27) Schreiben des GroßmeistersWilhelm 0. a. O- Vgl. lVlmtln I>a->üs p. 633 und 6»il. clc dlangiaeokvsta Imclovim IX. p. 342. NachHugo lplagon (i>. 72g) wurde Jeru-salem so unvcrmulket von den Cha-rismiern überrumpelt, dag nur we-nige Einwohner entfliehen konnten l