612 Geschichte der Krcnzzüge. BuchVII. Kap.XVIII.
^o?'Stadt mit großer Freude und lautem Jubel empfangen;eingehvlt von der Geistlichkeit, der Ritterschaft und den,Volke, hielten die englischen Pilger unter dem Geläut«;der Glocken und unter geistlichen Gesängen ihren Einzugin die Stadt, und dem Grafen Richard wurden dieWorte zugerufen: Gesegnet sey, der da kommt tm Namendes Herrn. Der reiche Graf von Cornwallis brachtenicht nur kampflustige Ritter, sondern auch einen gefülltenSchatz nach dem gelobten Lande, und am dritten Tagenach seiner Ankunft ließ er durch seinen Herold in denStraßen von Ptolcmais bekannt machen, daß jeder Pilsgcr, welcher ferner dem Dienste des Heilandes sich zu wid-men geneigt wäre, auf seine Unterstützung rechnen, undkein Pilger wegen Mangels an Geld bas heilige Landverlassen möchte °).
In dem verwirrten Zustande, in welchem das König-reich Jerusalem sich befand, war aber weder mit Geld,noch mit einer kampflustigen Ritterschaft viel auszurichten;und der Graf Richard sah sehr bald, daß eine Vereini-gung der Parteyen, in welche sich die Ritterschaft desKönigreichs sowohl als die fremden Pilger, welche nochim heiligen Lande geblieben waren, gecheckt hatten, unmög-lich war '). So lange als der Graf in Ptolcmais sichaufhiclt, wo er im Hause der Johanniter seine Herbergegenommen Haltes, bemühte sich die Partey, welche mit
6) Maillr. kLris 2ä. 2. 1240. L45.
Vgl. Hugo Plagon x. 724. 725.
7) ssani Qi l'err.i s.inera, schrieb Ni-chard in dem Anm. ü. angeführter!Briefe (IVlatili. raris 1?. 566), 7NOx«iee cliscoräi2, xro nnnrno seiiisirm,oäium pro äilecnione, exelnsa jn-stiiia, r<?Aii2vernnt. lalinm nri-«^ne seiuinnm mniri in «kl ^lanta-
rris (i. e. torr.ie saneiao) tenipns.iclvenerit» airo benevolenlidns äe-lleinnr, ^LUilNri iin§enies imiiecli-
INLN12.
6 ) Hugo Plagoi! ?. 725.