Druckschrift 
6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
598
Einzelbild herunterladen
 

598 Geschichte dce Kreuzzüge. Buch VII-Kap. XVII.

2 ^' Pilger Ptolemais, zog nach Tripolis und nahm seine Her-bergen in der benachbarten Burg Montpclerin "), woBocmund, Fürst von Antiochien und Graf von Tri-polis, ihnen eine gastfreundliche Aufnahme gewährte.Von dort sandten sie den Priester Wilhelm und einigeandere Botschafter an den Fürsten Malek al ModafferTuranschah von Hama, um ihn zu befragen, ob er ernst-lich gesonnen wäre, Christ zu werden und mit den Kreuz-fahrern ein Büudniß zu schließen. Die Hoffnung derChristen wurde aber getäuscht; denn der saraccnische Fürsthielt ihre Gesandten längere Zeit mit leeren Worten hinund erklärte endlich, daß er cs nicht wagte, den Einge-bungen seines Herzens zu folgen, aus Furcht, in Feind-schaft zu gerathcn mit der Fürstin Daifa Chathun, Toch-ter des Sultans Males al Adel, des Bruders von Saladin,welche damals als Vormünderin ihres minderjährigen En-kels das Fürstcnthum von Halcb regierte "). Die Kreuz-fahrer kehrten daher nach einem unnützen Aufenthalte inder Grafschaft Tripolis zurück nach Ptolcmais ^).

Der Fürst Turanschah von Hama hatte diese Unter-handlungen mit den Christen nur angeknüpft in der Absicht,

Avesnes eine etwas verworrene Nach-richt über die innern Kriege der Sa-raccncn gab, schon die Bekehrungdes Fürsten von Hama auf folgendeWeise an: t^nictam praeciiororninLotstanornni, enjns aci praesens ta-cetnr nomen, in jocnnsto ornoe-siAnatornin astvenrn rorram sinnuroram Ltirisrianae snbfeair stirioni,sionr proinisir, Naptisinnm er atiasnscstxicr saciamenra. ^Ibcr. p 571.

; 5 ) S. Geschichte der KreuzzügcBuch II. Kap. xv. S. ryy.

26) Nor ta paar (pour) grr'il svoir

Hugo Plagen x. 720. lieber die Für-stin Daifa Chathun Vgl. üchntkestacann. most. IV. p. qig. Turanschahscheint aber mit dieser Fürstin nochnicht Im wirklichen Kriege begriffengewesen zu sepn, sondern nur einenKrieg befürchtet zu haben.

37 ) Während dieses Aufenthaltsstarb der Graf Johann von Maconund wurde zu Tripolis in der Kirchedes Hospitals der Johanniter begra-ben. Hugo Plagon x.72». Nach AI-