Zug der Pilger an die Grenze von Aegypten. 593
starben als Märtyrer nach tapfcrm Kampfe, der^Graf^y?Amalrich von Montfort fiel in die Gefangenschaft derUngläubigen, das ganze Fußvolk wurde vernichtet, einegroße Zahl von Rittern wurde theils erschlagen, theilsgefangen, und die übrigen retteten sich durch eine schimpftliehe Flucht
Der König von Navarra, welcher mittlerweile nachAskalon gekommen war, begab sich zwar, als er von denFlüchtlingen das schreckliche Mißgeschick der Mitpilgcr ver-nahm, mit seiner Ritterschaft ohne Säumniß nach demOrte des unglücklichen Kampfes; als er aber dahin ge-langte, war schon alles verloren. Die Saracencn, welchedamit beschäftigt waren, die gefangenen Christen zu bin-den, eilten, als sie die neu ankommende Schaar der Kreuz-fahrer erblickten, mit den Gefangenen und der gewonnenenBeute davon. Das Schlachtfeld war bedeckt mit dennackten Leichnamen der gefallenen Christen, welche vonden Saracencn ihrer Waffen und Kleider waren beraubtworden, und nur wenige Verwundete wurden noch lebendgefunden, auf die Schilde der Ritter gelegt und nach As-kalon gebracht. Einige der Ritter des Königs von Na-varra waren zwar der Meinung, daß es die Ehre der
24) Hugo Plagon a. 0. O. Mat-thäus Paris (x. 5Zo) ueuui alS Er-schlagene noch- Simon, Herrn vonClermont, Richard von BaumondlVeaumonl), Johann de Barres undRobert Malet. Nach Albericuü l -><Iiizg. x. L72) wurde auch Robertvon Courtenav erschlagen. In tUoconltioru, sagt Wilhelm von Nangis,Lomes L-irri, milcs strcnuissrmns,morluus vel ceptus, »rrsgrrsm xo-«tea esc rcxiertns. Unter den gcfan-vi. Band.
genen Rittern war nach dev oft er-wähnten handschriftlichen alten fran-zösischen Chronik ( Michaud S. 8Z)Philipp von Nanteuil, welcher dieLeiden seiner Gefangenschaft in Lie-dern beklagte, deren eins von Mi-chaud lx. 86) mikgetheilk worden ist.Die Zahl der Ritter, welche mit demGrafen von Bar gefangen wurden,sctrug nach Albericus (a, a. O.)achtzig.
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